[VKZ] Meister- oder Abstiegsrunde?

Mit einem Sieg in Calw feiern TVV-Faustballer vorzeitig den Klassenerhalt, mit einer Niederlage müssen sie wohl weiter drum kämpfen.

Faustball. Zum Abschluss der Hinrunde können die Faustballer des TV Vaihingen schon den vorzeitigen Klassenerhalt perfekt machen. Setzen sie sich an diesem Sonntag (16 Uhr) beim TSV Calw durch, haben sie das Ticket für die Meisterrunde der besten vier Teams der 1. Bundesliga Süd gelöst und müssen nicht mehr um den Klassenerhalt bangen. Das Endspiel haben sich die Vaihinger durch den 5:1-Sieg gegen den TV Waibstadt am vergangenen Samstag erarbeitet. TVV-Trainer Markus Knodel bleibt aber Pragmatiker: „Das Duell in Calw ist ein Bundesligaspiel wie jedes andere für uns – auch wenn uns klar ist, dass wir oben mit dabei sind, wenn wir gewinnen. Aber man freut sich nicht so darauf wie auf ein Finale bei einer Meisterschaft.“

Das Ziel der Vaihinger ist die Meisterrunde. Doch „es ist auch kein Beinbruch, wenn wir am Ende nur Fünfter nach der Hinrunde werden und in die Abstiegsrunde müssen“, sagt Knodel. „Man kann nicht immer gleich alles erwarten. Wir sind als Zweitliga-Aufsteiger im Feld ein Neuling in der ersten Liga. Dafür haben wir bisher eine gute Runde gespielt. Und schon Platz fünf wäre ein weiterer Entwicklungsschritt.“

Denn die Partie in Calw ist maximal ein 50:50-Spiel, ist sich der TVV-Trainer sicher. „Einen direkten Schwachpunkt gibt es bei den Calwern nicht“, sagt er. „Raphael ,Dotzi‘ Schlattinger ist im Feld einer der weltbesten Angreifer. Er hat erst vor Kurzem bei der EM überragend gespielt. Sein Problem war nur, dass die Schweiz in Abwehr und Zuspiel nicht wettbewerbsfähig waren. Und im Zweitangriff haben sich die Calwer mit Bastian Dangel vom TV Hohenklingen verstärkt. Außerdem laufen in der Abwehr einige ehemalige Jugendnationalspieler auf.“

 

Darüber hinaus lassen sich die Rahmenbedingungen im Feld nie wirklich kontrollieren. „Was die Umstände betrifft, kann auch viel passieren. Es muss nur ein Gewitter vor oder während des Spiels über den Platz hinwegziehen“, erklärt Knodel.

Bevor die Vaihinger aber in Calw ran müssen, steht am morgigen Samstag (13.30 Uhr) noch das Duell mit dem deutschen Serienmeister TSV Pfungstadt an. „Das Spiel werden wir defensiv angehen. Wir schenken es zwar nicht ab. Aber das Hauptaugenmerk liegt auf Sonntag“, berichtet Knodel. Denn seiner Meinung nach „ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir die Pfungstadter schlagen, bei annähernd null Prozent. Sie haben in den vergangenen zehn Jahren gefühlt maximal zwei Spiele im Feld verloren.“ Die Gefahr sei groß, dass man, selbst wenn man das Spiel seines Lebens macht und alles raushaut, am Ende verliert. „Und wenn uns dann in Calw die Luft ausgeht, weil wir uns gegen Pfungstadt verausgabt haben, wie soll ich das rechtfertigen?“, fragt Knodel.

 

 


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