[VKZ] Drei Sätze im Kampf um Klassenerhalt

3:5 – Faustballer des TV Vaihingen liegen bei der Niederlage beim TV Schweinfurt-Oberndorf schon mit 1:4 nach Durchgängen zurück, zeigen dann aber Moral und holen noch zwei Abschnitte, die in der Endabrechnung noch wichtig werden können.

Faustball. Die Faustballer des TV Vaihingen haben an Pfingstsonntag zwar ihr Auswärtsspiel in der 1. Bundesliga Süd beim TV Schweinfurt-Oberndorf verloren. In einem recht ausgeglichenen und engen Match – die Partie dauerte rund zweieinhalb Stunden – lagen sie beim 3:5 (9:11, 11:4, 9:11, 7:11, 9:11, 11:8, 11:7 und 9:11) bereits mit 1:4 zurück, zeigten dann aber noch mal Moral. Die zwei zusätzlich gewonnenen Durchgänge können im Kampf um den Klassenerhalt vielleicht noch wichtig werden. Mit 4:4 Punkten und einer Satzdifferenz von 17:12 liegen die Vaihinger zwar noch auf dem dritten Platz. Die Staffel ist aber so ausgeglichen, dass der Vorsprung vor dem letzten Rang nur zwei Zähler beträgt. „Und es wird schon wild spekuliert, dass die Oberndorfer die Punkte von ihrem Gastspiel in Waibstadt doch wieder bekommen, die sie eigentlich am grünen Tisch verloren haben, weil sie einen Spieler eingesetzt hatten, der nicht spielberechtigt war“, berichtet TVV-Trainer Markus Knodel. „Dann hätten sie sechs Pluspunkte und wären wieder vor uns.“

Die Niederlage der Vaihinger in Schweinfurt resultierte aus zwei Dingen: „Wir haben keine Topleistung abgerufen. Fast in jedem Satz haben wir bis zur Mitte geführt, aber dann die Durchgänge oft noch aus der Hand gegeben. Wir haben uns insgesamt zu viele Zuspielfehler geleistet. Die Bälle nahe an der Leine sind allerdings oft auch versprungen. Aus dem gleichen Grund machten wir auf jeder Position auch immer wieder mal einen Stockfehler. Jaro Jungclaussen ist beispielsweise super zu einem Kurzen gelaufen. Doch dann springt der Ball so hoch ab, dass Jaro ihn fast ins Gesicht bekommt“, erklärt Knodel. „Die Oberndorfer waren jedoch auch einfach einen Tick besser. Sie waren kaltschnäuziger.“ Vor allem Oliver Bauer hat nach mehreren eher durchwachsenen Spielzeiten, in denen er aber auch unregelmäßig trainiert und gespielt hat, wieder an alte Leistungen angeknüpft. „Der Hauptangreifer der Oberndorfer hat praktisch ein fehlerfreies Spiel abgeliefert. Er war variantenreich und variabel“, zollt Knodel dem TVO-Schlagmann Respekt. „Da muss man einfach den Hut ziehen. Denn die Oberndorfer mussten mit den gleichen Bedingungen zurechtkommen wie wir. Auch bei ihnen sind etliche Bälle versprungen.“

Trotz der vielen Fehler lieferten die Vaihinger kein schlechtes Spiel ab. „Auch wenn wir in den ersten Satz schwer reingekommen sind, hätten wir den ersten und den dritten Durchgang durchaus auch gewinnen können“, berichtet Knodel. Doch die Vaihinger sahen sich nach fünf gespielten Abschnitten mit 1:4 in Rückstand. „Manchmal steht man einfach machtlos am Spielfeldrand“, erklärt Knodel. „Wichtig war dann aber, dass wir Moral bewiesen haben. Wir haben den Rückstand weggesteckt und einfach weitergespielt – auch das gehört zum Faustball dazu.“

Belohnt haben sich die Vaihinger mit zwei Satzgewinnen, wodurch sie auf 3:4 nach Durchgängen verkürzt haben. „In den beiden Abschnitten sind den Oberndorfern ein paar dumme Dinger mehr als sonst passiert. Auch bei den Zuspielen schlich sich der eine oder andere Fehler mehr ein. Mal versprangen sie, mal waren sie zu lang“, berichtet Knodel.

Gedreht haben die Enzstädter die Partie aber nicht mehr. „So gut es war, dass wir Moral bewiesen haben, so dusselig haben wir das Spiel letztlich hergeschenkt“, erzählt der TVV-Trainer. Zwar glichen die Vaihinger nach 4:7-Rückstand im achten Satz wieder beim 7:7 aus. Doch dann „schenken wir den Durchgang durch eine Fehlangabe her“, ärgert sich Knodel.


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