[VKZ] Käfertal hat viele Optionen mit den Nationalangreifern

Wenn Trinemeyer und Stoklasa gut drauf sind, „wird es für jedes Team schwer, den TVK zu schlagen“, ist sich TVV-Trainer Knodel sicher. Dennoch wollen die Vaihinger Punkte nicht kampflos abliefern.

Von Michael Nachreiner Erstellt: 14. Januar 2022
 
 
 

Faustball. Nach nur zwei Trainingseinheiten seit dem Heimsieg gegen den TV Waibstadt Mitte Dezember starten die Faustballer des TV Vaihingen an diesem Samstag (15 Uhr) beim TV Käfertal in die zweite Saisonhälfte der 1. Bundesliga Süd. Der Zweite zu Gast beim Dritten. Für TVV-Trainer Markus Knodel, der in dem Mannheimer Ortsteil von Marco Lochmahr an der Seitenlinie vertreten wird, ist das aber nicht unbedingt ein Problem. „Über die Feiertage war der eine oder andere auch mal weg bei seinen Verwandten“, sagt der Übungsleiter. Und das sei gut so. Knodel: „Man muss auch mal den Kopf frei bekommen. Und konditionell sind die Jungs so gut drauf, dass sie die Pause verkraften. Nur am Ball hat man die trainingsfreie Zeit gemerkt. Aber auch das macht nicht so viel aus. Wir hatten ja nicht mehrere Monate Pause.“

 

Um wieder reinzukommen, stand bei den Enzstädtern vor allem die Ballsicherheit auf dem Programm. „Man kann ja nicht aus der Pause heraus so eine Belastung anlegen, dass jeder Muskelkater bekommt. Und auch im Abschlusstraining am Freitag kann man konditionell so anziehen, wenn nur wenige Stunden später das Spiel ansteht“, berichtet Knodel. „Deshalb haben wir leichte Abwehr- und Zuspielübungen im Klein-klein, wie wir das nennen, absolviert.“

 

Dennoch ist ist die Tatsache, dass die Vaihinger in den Weihnachtsferien nichts machen konnten, weil die Hallen in Vaihingen geschlossen waren, ein Wettbewerbsnachteil. Denn „die Käfertaler werden bestimmt durchtrainiert haben. Sie haben ja am vergangenen Woche den Europapokal in Pfungstadt gespielt“, berichtet Knodel. Beim Champions Cup wurden die Mannheimer Dritter.

 

Dazu kommt noch, dass die Käfertaler extrem stark besetzt sind. Vor allem im Angriff läuft mit Nick Trinemeyer und Marcel Stoklasa neben Pfungstadts Patrick Thomas so ziemlich das Beste auf, was Faustball-Deutschland zu bieten hat. „Bei den Käfertalern stehen Topspieler auf dem Feld – vor allem am Schlag. Wenn sie gut drauf sind, ist es für jeden Gegner schwer, gegen den TVK zu gewinnen“, erklärt Knodel.

 

Darüber hinaus sind die Mannheimer heimstark. „Ich empfinde die Halle als seltsam. Das geht schon beim Aufbau mit Stuhlreihen los. Es ist aber nichts Dramatisches“, sagt der TVV-Trainer.

 

Dennoch fahren Vaihinger nicht nach Mannheim, um die Punkte kampflos dort abzuliefern. „Wir wollen auch dieses Spiel gewinnen. Aber es wird sehr schwer“, erklärt Knodel. Wie man die Käfertaler schlagen kann, dass haben die Enzstädter am ersten Spieltag der Hallensaison 2021/2022 in der Halle am Alten Postweg gezeigt. „Damals haben die Käfertaler aber auch nicht den besten Eindruck hinterlassen“, sagt Knodel. „Sowohl Nick Trinemeyer als auch Marcel Stoklasa haben sich einige Fehler erlaubt – auch in entscheidenden Situationen.“ Dass es bei den beiden TVK-Angreifern wieder so schlecht läuft, damit rechnet der TVV-Übungsleiter allerdings nicht.

 

„Es ist aber nicht das wichtigste Spiel für uns. Dazu ist der Gegner nominell zu stark und durch den Europapokal zu sehr im Flow“, erklärt Knodel. „Aber wir wollen da oben bleiben. Wir haben bei nur noch sechs ausstehenden Partien sechs Zähler Vorsprung auf die punktgleichen TSV Calw und TV Unterhaugstett auf den Plätzen vier und fünf. Da brauche ich nicht ein neues Ziel ausrufen. Jeder rechnet selbst für sich.“

 

Dennoch haben die Vaihinger das Ticket für die DM-Endrunde Anfang März in Hagen fest im Blick. „Doch selbst, wenn wir die Qualifikation für die deutsche Meisterschaft nicht schaffen, haben wir eine erfolgreiche Saison gespielt“, ist sich Knodel sicher.

 

 

INFO

Lochmahr vertritt Knodel an der Seitenlinie

Klausurtagung Weil Markus Knodel nicht nur der Sportliche Leiter der Faustballabteilung des TV Vaihingen und Trainer der ersten und zweiten Männermannschaft in der 1. und 2. Bundesliga Süd ist, sondern auch noch hauptamtlicher Geschäftsstellenleiter des TVV, ist die Anwesenheit des Aurichers bei der Klausurtagung des Hauptvereins am Wochenende erwünscht. An der Seitenlinie beim Gastspiel beim TV Käfertal an diesem Samstag (15 Uhr) wird ihn der ehemalige Nationalspieler sowie TVV-Jugend- und Frauentrainer Marco Lochmahr vertreten. Für Knodel kein Problem. „Marco ist erfahren und als Trainer auch schon lange im Geschäft. Außerdem war er bei fast allen Spieltagen in dieser Saison bei uns mit dabei“, erklärt der TVV-Übungsleiter. nac

 
 
 

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