[VKZ] TVV-Frauen punkten gleich doppelt für den Klassenerhalt

Faustballerinnen bezwingen mit dem TSV Staffelstein und dem TV Stammheim zwei Teams, die in der Tabelle vor ihnen standen

Erstellt: 3. Dezember 2019

 

Nach ihrem Aufstieg in die 2. Bundesliga Süd haben die Faustballerinnen des TV Vaihingen aufhorchen lassen. Mit Siegen gegen den bisherigen Zweiten und Dritten kamen sie ihrem Saisonziel Klassenerhalt einen Riesenschritt näher. Das 3:0 gegen den TV Stammheim, vor allem aber das 3:2 gegen den TSV Staffelstein brachten ihnen Bonuspunkte ein, die nicht eingeplant waren.

 

Vaihingen (rkü). „Es lief uns ganz gut rein“, fasst TVV-Trainer Carsten Reitschuster den Spieltag der Faustballerinnen zusammen. „Hinter dem ersten Adventstürchen lagen vier Punkte für uns.“ Zwar hat auch der TV Stammheim als erster Gegner seinen Teil zum klaren Sieg der Vaihingerinnen beigetragen, doch die Enzstädterinnen zeigten bei ihrem dritten Heimspieltag eine starke Leistung. „Wir steigern uns immer noch von Spieltag zu Spieltag“, sagt Reitschuster. Dagegen waren die Stammheimerinnen am Sonntag ziemlich von der Rolle. „Bei den Angreiferinnen lief es gar nicht“, urteilt der TVV-Trainer. „Der TVS hat allgemein sehr viele Fehler gemacht, hat aber nichts an seinem Spiel verändert.“ Dass zwischendurch mal die Aufgaben bei Angabe und Rückschlag getauscht wurden, hatte keine Auswirkung. „Die Scvhlagfrauen hatten beide eine ähnliche Quote“, sagt Reitschuster. So reichte es oft aus, den Ball mit mäßig Druck über die Leine zu bringen, ohne allzu viel Risiko einzugehen.

 

„Wir haben sauber aufgebaut, konstant gespielt und uns möglichst auch nicht rausbringen lassen“, sagt der Übungsleiter der Vaihingerinnen. Das gelang zwei Sätze lang hervorragend. Die Ergebnisse von 11:4 und 11:5 sprechen für sich. „Dass wir im letzten Satz zehn Gegenpunkte bekommen haben, lag an uns“, sagt Reitschuster. „Da waren allein sechs überflüssige Fehler dabei. Bis auf den Durchgang haben wir es aber echt gut gemacht und sauber gespielt.“ Für das ganze Spiel brauchte der TVV gerade mal 32 Minuten – einschließlich dem 12:10 im letzten Abschnitt.

 

Nach ihrem klaren Sieg waren die Vaihingerinnen etwas überrascht, dass der TSV Staffelstein, die am stärksten einzuschätzende Mannschaft an diesem Spieltag, sich relativ schwer tat, ehe er Stammheim mit 3:1 geschlagen hatte. Die Gastgeberinnen konnten entspannt zuschauen, hatten sie doch ihre Erwartungen mit einem Sieg schon mehr als erfüllt.

Gegen Staffelstein entwickelte sich dann ein enges Spiel. „Wir hatten ein bisschen Schwierigkeiten mit der Feinabstimmung“, berichtet Reitschuster. „Nachdem wir uns aber sortiert hatten, sind wir immer besser reingekommen.“ Allerdings machten die Staffelsteinerinnen wesentlich weniger Fehler als der erste TVV-Gegner. „Wir mussten Druck aufbauen, damit sie nicht zu einem ruhigen Spielaufbau kamen“, sagt der Vaihinger Trainer. „Sie waren mit kurzen und diagonalen Bällen immer gefährlich. Das haben wir aber mit Absprachen in den Griff bekommen. Wichtig war, dass wir nie zu früh losgelaufen sind.“ Nach 8:11 im ersten Durchgang gewannen die Vaihingerinnen den hart umkämpften zweiten Satz mit 12:10. „Im dritten waren wir sehr effizient im Punkten“, freut sich Reitschuster. „Da hatten wir allein vier oder fünf Asse. Ricarda Stübbe hatte die Angabe. Sie hat hart auf eine schöne Länge geschlagen und dabei gut in die Lücken gespielt.“

 

Nach dem 11:8 für Vaihingen stellte Staffelstein um. Prompt waren die vorher so ergiebigen Lücken zugestellt. „Außerdem hatten wir ein paar unglückliche Aktionen mit Bogenbällen“, sagt der TVV-Trainer. Der vierte Satz ging mit 11:7 an den TSV.

 

Doch im fünften Durchgang drehten die Vaihingerinnen wieder auf. „Wir haben extra auf der Seite angefangen, auf der wir im vierten Satz schlechter gespielt haben“, sagt Reitschuster. Schon zum Seitenwechsel lag der TVV mit 6:1 vorne und brachte mit dem 11:6 den zweiten Tagessieg unter Dach und Fach. Mit 8:8 Punkten steht der TV Vaihingen jetzt auf Rang vier.

 

TV Vaihingen: Merle Bremer, Ricarda Stübbe, Lea Schmidt, Lisa Burger, Isabel Grau, Eva Winkler, Nienke Maisch.


Kommentar verfassen