[VKZ] TVV hat einige gute Phasen

Faustballer rufen Leistung nicht konstant einen ganzen Satz lang ab – 0:5 gegen den TSV Calw

Vaihinger Kreiszeitung, Erstellt: 11. Juni 2019

Vaihingen (nac). Ohne Sieg und nur mit zwei gewonnen Sätzen schließen die Faustballer des TV Vaihingen die Hinrunde der 1. Bundesliga ab und gehen als Schlusslicht in die Abstiegsrunde. Auch gegen den TSV Calw, der schon vor dem abschließenden Spiel das Ticket für die Meisterrunde sicher hatte, gelang kein weiterer Satzgewinn. Die Vaihinger unterlagen mit 0:5 (12:14, 3:11, 5:11, 9:11 und 4:11). „Die Jungs brauchen den Kopf aber nicht hängen lassen“, erklärt Marc Krüger, der TVV-Trainer Markus Knodel vertrat. „Bei den jungen Spielern hat die Leistungskurve große Schwankungen. Die Unerfahrenheit hat das einen großen Anteil. Aber wenn die Jungs einen Satz komplett hinbekommen, können sie passabel mithalten.“

Das war zum Beispiel gleich im ersten Durchgang der Fall. Die Vaihinger hielten einen Großteil des Abschnitts gut mit und erarbeiteten sich drei Satzbälle. Doch beim Stand von 12:12 gingen die nächsten beiden Punkte an die Gäste aus dem Nordschwarzwald. „Wir hätten es eigentlich verdient gehabt, diesen Durchgang zu holen. Aber da fehlt noch ein kleines Quentchen. In solchen engen Sätzen muss man in der entscheidenden Phase noch mal ein bisschen besser spielen“, berichtet Krüger.

Doch so gut die Vaihinger in die Partie gekommen waren, so stark bauten sie im zweiten Abschnitt ab. „Wir haben in diesem Satz probiert, Calws Hauptangreifer Raphael Schlattinger durch direkte Anspiele aus der Angabe aus der Partie zu nehmen. Doch da ist unsere Fehlerquote in die Höhe geschnellt“, erzählt Krüger. „Vor allem, dass uns so viele Fehler unterlaufen, hat mich überrascht. Zwar fängt der Abwehrspieler auf der Seite hinter Schlattinger irgendwann an, früher loszulaufen. Dadurch wird man als Angreifer unter Druck gesetzt, noch weiter nach vorne zu spielen. Dadurch passieren Fehler. Aber unsere Angreifer sind da zu sehr eingeschränkt.“

Aufwärts ging es bei den Vaihingern erst wieder im vierten Satz. „Da haben die Jungs richtig gut gespielt“, lobt Krüger. Die Gastgeber erarbeiteten sich sogar eine 8:5-Führung. „Doch dann kamen wieder einige Fehler dazu“, berichtet der TVV-Übungsleiter. „Und die Calwer lassen sich nicht zwei Mal bitten, wenn sie merken, sie können einen Satz noch holen.“

Im fünften Durchgang hatten die Gäste dann das Geschehen wieder vollkommen unter Kontrolle. Sie führten schnell mit 7:1, ehe die Vaihinger noch etwas Ergebniskosmetik betrieben und auf 4:8 verkürzten. Doch schon wenig später hatten die Calwer nach einer Angabe ins Seitenaus von Michael Knodel sechs Matchbälle. Und gleich den ersten nutzten sie, weil Michael Knodels Angabe weit ins hintere Aus flog. „Wir sind nicht weit weg von den Gegnern. Aber wenn Angaben- und Rückschlagfehler dazukommen, kommen klare Sätze für die Gegner heraus“, erklärt Krüger. „Teilweise hatten wir auch Probleme im Zuspiel, weil schon der erste Ball nicht hundertprozentig sauber abgewehrt wurde. Und dann beginnt die Fehlerkette. Wenn das Zuspiel nicht sauber ist, tut sich der Angreifer schwerer. Und so viele Chancen bekommt man gegen Calw nicht.“

Dennoch sieht der Übungsleiter auch einige positive Dinge. „Die Jungs müssen sich an den guten Phasen hochziehen. In denen spielen sie zwar an der oberen Kante der Leistungskurve. Aber da müssen sie konstant hinkommen“, berichtet Krüger.

TV Vaihingen: Michael Knodel, Jakob Mahn, Tobias Knodel, Jacob Jungclaussen, Tobias Maurer, David Fanz, Maximilian Zöhrer.


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