VKZ: TVV gibt gegen Tannheim keinen einzigen Satz ab

Durch 3:0-Sieg gegen den direkten Konkurrenten schiebt sich Vaihingen in der Tabelle am SVT vorbei auf drittletzten Platz – Im ersten Spiel des Tages 0:3 gegen Dennach

Von Michael Nachreiner, Vaihinger Kreiszeitung, Erstellt: 11. Dezember 2017

Tannheim/Vaihingen. Mit dem zweiten Saisonsieg haben die Faustballerinnen des TV Vaihingen wieder den Anschluss an das Mittelfeld der 1. Bundesliga Süd geschafft. „Besonders wichtig war dabei, dass wir gegen den Gastgeber des Spieltags, den SV Tannheim, beim 3:0 (12:10, 11:9 und 11:6) keinen Satz abgegeben haben“, berichtet TVV-Abwehrspielerin Maximiliane Frölich. Dadurch schoben sich die Vaihingerinnen in der Tabelle sogar an den punktgleichen Tannheimerinnen – sowohl der TVV als auch der SVT haben 4:12 Zähler – vorbei auf den drittletzten Platz. Zuvor hatten sich die Enzstädterinnen dem TSV Dennach mit 0:3 (3:11, 0:11 und 4:11) geschlagen geben müssen. „Wir haben das Spiel zwar nicht hergeschenkt“, berichtet Frölich. „Aber uns war klar, dass das wichtigere Spiel das zweite an dem Tag war und dass wir dafür unsere Kräfte aufsparen mussten.“

 

Gegen Tannheim benötigten die Vaihingerinnen einen kleinen Moment, um auf Betriebstemperatur zu kommen. „Gegen die Dennacherinnen ist es eh nicht einfach. Wenn man aber weiß, dass das Augenmerk auf dem zweiten Spiel liegt, wird es noch schwieriger. Da kommt man dann nur schwer bis gar nicht ins Spiel. Es fehlt komplett der Spielfluss“, berichtet Frölich. „Aber gegen die Tannheimerinnen haben wir relativ schnell dann die Kurve bekommen.“ Zwar war der erste Durchgang relativ ausgeglichen. Doch letztelich „waren wir einen Tick weiter“, erzählt die TVV-Abwehrspielerin. „Wir haben uns auf das besonnen, was das Wichtigste ist – nämlich es unserer Angreiferin Marie-Therese Rothmaier so einfach wie möglich zu machen. Das heißt, das Zuspiel sollte so nah wie möglich an der Leine sein und die Bälle sollten hoch abspringen.“ Die Schlagfrau war erst vor Kurzem wieder eingestiegen, nachdem sie zum zweiten Mal Mutter geworden ist. Dadurch fehlt ihr aber noch der Rhythmus.

 

Im zweiten Satz blitzte bei Rothmaier aber schon wieder ihre besondere Stärke durch: kurz gespielte und unterrissene Bälle. „Wir haben die Tannheimerinnen ganz schön laufen lassen“, freut sich Frölich. „Außerdem waren wir im Zuspiel sehr konstant. Und auch der Kampfgeist hat gestimmt.“ Deshalb haben sich die Vaihingerinnen auch nicht beirren lassen, obwohl die Gastgeberinnen diesen Durchgang ebenfalls eng gehalten hatten.

 

Auch der dritte Abschnitt war zu Beginn umkämpft. Doch ab Mitte des Satzes zogen die Vaihingerinnen davon. „Die Tannheimerinnen mussten aufgrund ihres Rückstands immer mehr Risiko gehen“, berichtet Frölich. Dadurch hatten die Gäste letztlich relativ leichtes Spiel.

 

Davor war dagegen gegen den TSV Dennach kein Stich zu holen gewesen. Um Kräfte zu sparen, schonten die Vaihingerinnen Rothmaier komplett. Und die Gedanken der Enzstädterinnen waren auch schon beim Spiel gegen Tannheim. Frölich: „Über diese Partie lässt sich praktisch auch nichts sagen.“ Mit den Dennacherinnen, in den vergangenen Jahren Stammgast bei nationalen und internationalen Meisterschaften müssen sich die Vaihingerinnen in dieser Saison allerdings auch nicht messen.

 

Nach den ersten beiden Saisonsiegen gegen Unterhaugstett und Tannheim ist zum Abschluss der Hinrunde für die Enzstädterinnen der Klassenerhalt nun wieder zum Greifen nahe. Mit 4:12 Punkten und einem Satzverhältnis von minus zehn liegen sie aktuell auf dem drittletzten Platz – vor dem punktgleichen SV Tannheim und dem noch sieglosen TV Unterhaugstett. Dennoch ist Abwehrspielerin Frölich nur verhalten optimistisch: „Wir haben in den letzten beiden Spieltagen vieles in die richtige Richtung gelenkt. Aber unsere Situation ist weiterin kritisch zu sehen.“

 

TV Vaihingen: Marie-Therese Rothmaier, Eva Grözinger, Natalie Lochmahr, Stefanie Späth, Corinne Meyer, Maximiliane Frölich.


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