VKZ: Faustballer verspielen praktisch alle Chancen auf DM-Teilnahme

TVV verliert nach 0:5-Niederlage beim FBC Offenburg Anschluss an Spitzengruppe in der 1. Bundesliga Süd – „Wir sind nur Mittelmaß“

Von Michael Nachreiner, Vaihinger Kreiszeitung, Erstellt: 11. Dezember 2017

Das Ergebnis klingt wie eine schallende Ohrfeige für die Faustballer des TV Vaihingen. Nach der 0:5-Niederlage beim FBC Offenburg haben sie praktisch keine Chancen mehr, die DM-Endrunde zu erreichen. Dabei „waren wir nicht schlecht. Die Offenburger waren nur in allem einen Tick besser“, sagt TVV-Spielertrainer Marco Lochmahr.

 

Offenburg/Vaihingen. Das Wochenende hatte für die Faustballer schon mit zwei Hiobsbotschaften begonnen. Zwar war Angreifer Marc Krüger nach einer längeren Pause wegen einer Entzündung im Sprunggelenk wieder ins Training eingestiegen. Doch nach nur wenigen Bällen musste er dieses mit Schmerzen im Fuß wieder abbrechen. Und dann knickte auch noch Abwehrspieler Daniel Wörsinger um. Ob er einen Tag später beim Auswärtsspiel beim FBC Offenburg würde auflaufen können, stand zunächst in den Sternen. Um wenigstens vollzählig die Partie beenden zu können, sollte sich in Baden noch ein weiterer Spieler verletzen, wurde kurzerhand Michael Marx aus dem faustballerischen Ruhestand geholt.

 

Mit der Aufstellung Kolja Meyer und Marco Lochmahr vorne sowie Jakob Kilpper, Max Winkler und Tobias Rommel hinten gingen die Vaihinger in Offenburg in die Partie. Doch irgendwie war fast von Anfang an bei der 0:5 (12:14, 6:11, 11:13, 6:11 und 8:11)-Niederlage der Wurm drin. „Die zwei relativ knappen Sätze eins und drei hätten wir vielleicht holen können“, berichtet TVV-Spielertrainer Marco Lochmahr. „Doch die Offenburger haben eine ganz souveräne Leistung abgerufen.“

 

Das größte Problem der Vaihinger: Sie kamen kaum aus der Angabe heraus. „Wir haben zwar auch zu wenig Druck gemacht, so dass die Offenburger die Bälle praktisch jedes Mal ganz sauber nach vorne gespielt haben. Und sowohl Sven Muckle im Hauptangriff als auch Stefan Konprecht im Zweitschlag haben zuverlässig auf Lücke gepunktet. Uns sind in der Abwehr aber auch zu viele Bälle, die wir sonst sicher haben, an die Hallendecke oder zu weit nach vorne gegangen, so dass wir nicht sauber aufbauen konnten, sondern oftmals gleich aus dem ersten abgewehrten Ball in den Angriff gehen mussten“, ärgert sich Lochmahr. „In Summe war das zu viel.“

 

Vor allem in den Durchgängen zwei, vier und fünf hatten die Vaihinger nicht den Hauch einer Chance. „Wenn die Offenburger mal in der Angabe waren, haben wir es nie geschafft, eine Serie von drei, vier Punkten am Stück hinzulegen“, berichtet der TVV-Übungsleiter. „Das gelang aber den Gastgebern. Wenn wir in der Angabe waren, haben wir oft drei, vier in Folge gebraucht, um wieder rauszukommen.“ Damit gerieten die Vaihinger meist schon zu Beginn des Satzes in Rückstand. Und selbst, wenn sie diesen zwischenzeitlich wieder aufholten oder zumindest bis auf ein oder zwei Punkte verringerten, mussten sie in der Regel eine zweite Serie der Offenburger hinnehmen. Lochmahr: „Selbst der letzte Satz, der mit 8:11 einigermaßen eng scheint, war deutlich. Zwischenzeitlich lagen wir schon mit 5:9 hinten.“

 

Mit dieser Niederlage haben sich die Vaihinger praktisch aus dem Rennen um einen der drei Plätze für die DM-Endrunde verabschiedet. „Eine leise Hoffnung gibt es immer. Aber wir haben nun 8:8 Punkte und sogar mehr Sätze verloren als gewonnen. Wir sind aktuell nur Mittelmaß“, sagt Lochmahr. „Wir müssen nun genauso nach unten schauen. Denn der Abstand zum DM-Platz ist praktisch genauso weit wie der zum Abstiegsrang.“

 

TV Vaihingen: Kolja Meyer, Marco Lochmahr, Max Winkler, Jakob Kilpper, Tobias Rommel, Daniel Wörsinger, Marc Krüger, Michael Marx.


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