VKZ: Lässt TVV zweiten Streich folgen?


Von Michael Nachreiner, Vaihinger Kreiszeitung, Erstellt: 18. November 2016

Nach Auftaktsieg gegen Offenburg gibt Rosenheim seine Visitenkarte in Halle am Alten Postweg ab

 

Eigentlich hat Marco Lochmahr den FBC Offenburg stärker als den TV Vaihingen eingeschätzt. Dann folgte ein 5:3 am vergangenen Sonntag. Auch den MTV Rosenheim sieht der TVV-Spielertrainer vor dem eigenen Team. Nun treffen beide Mannschaften an diesem Sonntag (14 Uhr) aufeinander. Lassen die Vaihinger den nächsten Streich folgen?

 

Vaihingen. Marco Lochmahr drückt auf die Euphoriebremse. „Die Rosenheimer haben sich bestimmt sehr gut auf die Hallenrunde der 1. Bundesliga Süd vorbereitet. Sie wollen bestimmt nicht hinten reinrutschen, also in den Abstiegskampf“, erklärt der TVV-Spielertrainer. „Denn in der Saison, in der sie die DM-Endrunde ausrichten, wollen sie nicht absteigen.“ Deshalb erwartet Lochmahr einen härteren Kampf als gegen die Offenburger. „Rosenheims Hauptangreifer Steve Schmutzler ist schnellkräftig und kann harte Bälle präzise direkt auf die Linie spielen. Wir werden hinten in der Abwehr mehr zu tun bekommen“, mutmaßt der TVV-Spielertrainer. „Da kam von den Offenburgern doch zu wenig.“

 

Dass die Rosenheimer mit einer 0:5-Niederlage in die Saison gestartet sind, will er auch nicht zu hoch hängen. Immerhin mussten sie die Pleite gegen den Deutschen Serienmeister TSV Pfungstadt hinnehmen. „Das Ergebnis ist ein Muster ohne Wert. Ob man gegen die Hessen Sätze gewinnt, das hängt von den Pfungstädtern ab. Spielen sie gut, holt man keinen. Schwächeln sie etwas, gewinnt man vielleicht einen oder zwei. Aus dem 0:5 nun eine Bewertung abzuleiten, das geht nicht“, erklärt Lochmahr.

 

Auf der anderen Seite hat der Sieg gegen den FBC Offenburg den Vaihingern viel Selbstvertrauen gegeben – „und vor allem Sicherheit“, sagt der Übungsleiter und ergänzt: „Die verschiedenen Teile der Mannschaft haben sich schon während des Spiels immer besser gefunden. Wir hatten anfangs das Problem, dass zum Beispiel oft zwei Spieler zum Ball gegangen sind. Das hat sich mit zunehmender Spieldauer gefestigt.“ Allerdings war nicht alles Gold, was glänzt. „Wir haben uns im Zuspiel schwer getan. Oft haben wir die Bälle zu weit gespielt, so dass der gegnerische Block vor uns am Ball war oder leichtes Spiel hatte. Und beim Schusszuspiel hat die Präzision gefehlt“, berichtet Lochmahr.

 

Daran haben die Vaihinger aber intensiv in den Trainingseinheiten gearbeitet. Zweiter Fokus unter der Woche war das Defensivverhalten der vorderen Spieler. „Wir haben gegen Offenburg vor allem auf Kolja Meyers Seite viele Bälle kassiert. Diesen Ball kann auch Steve Schmutzler sehr gut“, erklärt Lochmahr. Eine Alternative wäre in diesem Fall auch Johannes Jungclaussen, der seine Leistenprobleme überwunden hat. Ein Fragezeichen steht dagegen noch hinter dem Einsatz von Tobias Rommel, der die ganze Woche mit Fieber im Bett lag.


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