Im hessischen Karben, genauer gesagt im Stadtteil Rendel, fanden am vergangenen Samstag die Viertelfinalspiele zur Deutschen Meisterschaft statt. Qualifiziert hatten sich die Zweit- und Drittplatzierten der Bundesligen Nord und Süd sowohl Frauen als auch Herren.
Im Auftaktspiel setzten sich Frauen vom TV Segnitz aus Bayern klar gegen Ohligser TV aus NRW durch. Danach stand das Viertelfinalspiel der Vaihinger auf dem Programm, Gegner war der Drittplatzierte der 1. Bundesliga Nord, die Berliner Turnerschaft. Bereits bei der letzten DM in Stammheim traf man im Viertelfinale auf die Hauptstädter, welche man damals klar mit 3:0 besiegen konnte.
Trotz dieser Voraussetzung starteten die Vaihinger leicht nervös in den ersten Satz, konnten diesen aber, bedingt auch durch Berliner Eigenfehler, für sich entscheiden. Danach kamen die Haupstädter aber besser ins Spiel, während der TVV seine gewohnte Sicherheit und vor allem die Durchschlagskraft im Angriffsspiel vermissen ließ. Somit gingen die Sätze zwei und drei knapp aber letzten Endes verdient an die Berliner TS. Die eigentliche Entscheidung über den Spielgewinn fiel dann im vierten Satz – gespielt wurde übrigens, anders als bei der DM, im ‚Best-of-Seven‘ Modus, d.h. man benötigt vier Sätze zum Gewinn des Spieles.
Der vierte Satz war dann auch erwartungsgemäß hart umkämpft und die Führung wechselte ständig. Erst nach dem 8:8 können sich Vaihinger mit zwei Bällen absetzen. Berlin verkürzt noch einmal auf 10:9 Mit einem lang geschlagenen Ball durch die Mitte beendet jedoch Zweitangreifer Andreas Knodel diesen Satz zu Gunsten der Vaihinger zum 2:2 Satzausgleich.
Im fünften Satz fand der TVV langsam aber sicher zu seinem gewohnten Spiel zurück und holte sich die Satzführung. Den sechsten und letzten Satz gestalteten die TVVler dann endlich wieder so wie es die mitgereisten Fans gewohnt waren. Die Abwehr stand sicher und über ein konstantes Zuspiel nutzte Angreifer Johannes Jungclaussen mit platzierten Rückschlägen die Lücken in der gegnerischen Abwehr.
Der Jubel war groß über diesen Viertelfinalsieg, den man sich wirklich hart erkämpfen musste gegen enorm stark aufspielende Berliner. Somit heisst es für die Vaihinger: let´s go to the Finals!

