TVV verabschiedet sich aus der 1. Bundesliga
Vaihingen (rkü). Einen Spieltag vor Ende der Freiluftsaison in der 1. Bundesliga Süd ist es amtlich: Der TV Vaihingen steigt nach nur einer Spielrunde wieder in die zweite Liga ab. Gemeinsam mit dem TV Bretten, der punktgleich mit Vaihingen auf dem vorletzten Platz liegt.
Wenn Vaihingen, Bretten und der Tabellensechste Niedernhall am 4. September aufeinander treffen, geht es nur noch um die goldene Ananas. Niedernhall ist gerettet, Vaihingen und Bretten können das rettende Ufer nicht mehr erreichen. Die einzige Frage ist: Wer steigt als Letzter ab, wer als Vorletzter?
„Wir wussten ja vor der Saison schon, dass es schwer wird“, sagt Julia Igel nach den jüngsten Niederlagen. „Wir sind schon ein bisschen enttäuscht, aber es ist nicht schlimm.“ Nur eines fuchst die TVV-Spielerin dann doch: „Calw wäre diese Mal schlagbar gewesen. Schade, dass unsere Angreiferin Sandra Harsch ausgefallen ist.“ Sie war nach einem Unfall krankgeschrieben und wäre auch ohne Krankenschein nicht voll einsetzbar gewesen. Gerade gegen den Tabellenzweiten Calw ging es manchmal recht knapp zu und den direkten Vergleich zwischen dem TSV Calw und dem TV Käfertal gewannen dieses Mal die Käfertaler.
„Die Calwer Angreiferin Stephanie Dannecker hat viele Fehler gemacht und hat darum zeitweise sogar in der Abwehr gespielt“, berichtet Igel. Doch die Vaihinger Spielerinnen konnten daraus kein Kapital schlagen. Ohne ihre etatmäßige Angreiferin gab es vorne an der Leine zu wenig Sicherheit und zu wenig druckvolle Schläger, um die Calwer Mannschaft in Bedrängnis zu bringen. Obendrein hat es während des ersten Spiels am Samstagmittag noch geregnet, so dass der TVV große Mühe hatte, die Bälle auf dem glitschigen Boden unter Kontrolle zu bringen. „Wenn wir dann doch mal einen abgewehrt haben, dann hat es vorne nicht geklappt“, sagt Igel. Das Ergebnis von 5:11, 6:11 und 9:11 war deutlich.
Noch ein paar Punkte deutlicher gewann Gastgeber TV Käfertal das zweite Spiel (11:5, 11:5, 11:7). „Da haben wir in der Abwehr fast alles rausgeholt, aber vorne nichts verwerten können“, bedauert Igel. Einen Vorwurf will sie ihren Angreiferinnen Eva Grözinger und Anika Bekbissinger aber nicht machen, weil sie nur aus der Not in ihre Positionen gedrängt wurden und Grözinger einen langen Trainingsrückstand aufzuholen hat. Immerhin war im zweiten Spiel der Boden weitgehend abgetrocknet, was dem Vaihinger Team entgegen kam.
Quelle: Vaihinger Kreiszeitung