16. Jul 2010

Lochmahr hofft auf Überraschung

Vaihingen (nac). Die Ausgangslage könnte besser sein. Vier Spiele stehen in der 1. Faustball-Bundesliga noch aus. Und die Vaihingerinnen haben als Tabellenletzter vier Punkte Rückstand auf das rettende Ufer - den ersten Nichtabstiegsplatz. Dennoch gibt sich Trainer Marco Lochmahr kämpferisch: „Erst wenn der Abstieg rechnerische feststeht, geben wir uns auf.“ Mut macht ihm, dass der TV Vaihingen noch drei Spiele gegen schlagbare Gegner zu bestreiten hat - unter anderem an diesem Samstag (ab 12 Uhr) in Mannheim gegen den TSV Käfertal. Lochmahr: „Käfertal spielt unkonstant. Sie gewinnen auch mal gegen eines der Topteams. Doch dann verlieren sie auch gegen Niedernhall. Wenn sie gegen uns keinen guten Tag erwischen, ist durchaus etwas drin.“ Wie es geht hat vor 14 Tagen Bretten gegen Calw gezeigt. Damals überraschte der Außenseiter den Titelaspiranten. Lochmahr: „Warum sollte so etwas nicht auch uns gelingen. Ich setze auf den Überraschungseffekt.“

Allerdings muss der Trainer auf seine einzige Angreiferin verzichten. Sandra Harsch hat sich bei einem Verkehrsunfall verletzt. Für sie müssen Eva Grözinger und Anika Beckbissinger in die Bresche springen. „Dass Sandra Harsch nicht dabei ist, fällt enorm ins Gewicht. Mit Eva Grözinger und Anika Beckbissinger werden wirr das aber ein bisschen kompensieren können“, erklärt Lochmahr. „Aber beide sind gelernte Abwehrspielerinnen. Deshalb werden wir wohl kaum direkte Punkte machen und vielmehr darauf hoffen müssen, dass der Gegner Fehler macht.“

Doch bevor die Vaihingerinnen auf Käfertal treffen, kommt es zum Duell gegen den TSV Cwalw. „Das ist nicht von Nachteil, dass wir zuerst gegen Calw spielen“, sagt Lochmahr. „Wenn die Calwerinnen überragend spielen, können wir uns schonen und einspielen.“ Calw wird für den TVV wohl eine Nummer zu groß sein. „Sie sind kaum zu schlagen. Sie haben gute Einzelspielerinnen“, sagt der TVV-Trainer.

Quelle: Vaihinger Kreiszeitung