[VKZ] Das Spiel muss ja doch eine klare Sache gewesen sein

TVV-Faustballer überrascht von deutlichen Sätzen beim umkämpften Heimsieg gegen Unterhaugstett

Faustball. Die Faustballer des TV Vaihingen stehen nach drei Spieltagen der 1. Bundesliga Süd mit zwei Siegen und einer Niederlage gut da. Das bislang deutlichste Spiel war am Samstagabend der 5:1-Heimsieg gegen den TV Unterhaugstett. „Das war ein bisschen komisch und hat sich gar nicht so deutlich angefühlt“, berichtet TVV-Trainer Markus Knodel. „Aber beim Eintragen der Ergebnisse haben wir gesehen, dass kein Satz mehr als zu Fünf war. Das Spiel muss also doch eine klare Sache gewesen sein.“

Dass den Übungsleiter der erste Eindruck getäuscht hat, mag daran liegen, dass viele Ballwechsel heiß umkämpft waren, ehe der Punkt dann aber doch an die heimische Mannschaft ging. Zumindest in den ersten zwei Sätzen gab es da gar nichts zu deuteln. Mit 11:5 und 11:5 legten die Vaihinger vor. „Bei Unterhaugstett war Robin Gensheimer nicht dabei“, berichtet Knodel. Die Gäste setzten vorne rechts einen Jugendspieler statt des routinierten Schlagmanns ein. „Er hat seine Sache hervorragend gemacht und auch ein paar Punkte geholt“, sagt Knodel. „Aber eine Alternative zu Michael Ochner war damit nicht gegeben.“ Somit waren die Gäste etwas leichter auszurechnen, was die Schläge angeht. Doch noch vor der ersten Pause kassierte der TVV seinen Dämpfer. „Der dritte Satz war einfach dämlich von uns“, fasst der Übungsleiter zusammen. „Es war mal wieder so, dass wir 2:0 vorne liegen und jeder denkt, es läuft. Dann hatte Unterhaugstett ein paar sehr gut geschlagene Bälle, und bei uns sind ein paar komische Sachen passiert.“ Aus einer 3:1-Führung der Vaihinger wurde im Handumdrehen ein 3:9-Rückstand. Knodel: „Da lief es kurz überhaupt nicht. Aber es gehört zum Spiel dazu, dass man Schwächen hat. Und das ist der Vorteil bei kurzen Sätzen: Einen verlorenen Satz kann man abhaken.“ Der dritte Durchgang ging mit 11:4 an die Gäste aus dem Schwarzwald.

„Nach der Pause haben wir aber wieder Zug reinbekommen“, berichtet Knodel. „Wir haben schnell gut weitergemacht. Aber auch an der Spieldauer von anderthalb Stunden für sechs Sätze merkt man, dass die Punkte umkämpft waren.“ Stärken und Schwachpunkte waren in der Vaihinger Mannschaft dieses Mal gut verteilt. „Wir haben durchweg gut gespielt“, sagt der Trainer über die folgenden Sätze. Mit 11:5, 11:4 und 11:5 hatten sie allesamt ein erfreuliches Ende für die Gastgeber am Alten Postweg.

„Wir wussten, dass Michael Ochner sehr druckvoll spielen kann, aber auch gern kurze Bälle spielt“, berichtet Knodel. „Der Rasen war zwar relativ hoch, aber wir hatten die Kurzen trotzdem gut im Griff. Die hat er dann gelassen und verschiedene Dinge ausprobiert.“ Weil sich die Faustballer aus der Region aber seit Jahren gut kennen, war teilweise schon am Anlauf abzulesen, was wohl folgen würde. „Und wenn man ständig hinten liegt, wächst auch der Druck bei der Angabe“, sagt Knodel über die Tatsache, dass der Schlagmann der Gäste jedes Mal volles Risiko gehen musste. „Wir haben aber auch sehr gut verteidigt“, sagt er über die Defensivleistung seiner Mannschaft, die sich bis zum Schluss keine größere Schwächephase mehr erlaubte und bei Bedarf schnell wieder aus der Angabe befreite. Hinter dem TSV Pfungstadt und dem TV Käfertal belegen die Vaihinger aktuell den dritten Tabellenplatz.


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