[VKZ] Fällt schon Vorentscheidung in Meisterschaft?

TVV trifft in Waibstadt auf Käfertal, den stärksten Konkrrenten, und Weisel.

Faustball. Den Faustballerinnen des TV Vaihingen ist am vergangenen Wochenende mit zwei 3:0-Siegen gegen den TV Waibstadt und die TSG Tiefenthal der perfekte Saisonauftakt in der 2. Bundesliga West gelungen. Dennoch geht Trainer Jacob Jungclaussen nicht entspannt in den zweiten Spieltag in Waibstadt an diesem Sonntag (ab 11 Uhr). Denn die Vaihingerinnen treffen keinesfalls direkt im Rückspiel auf den TVW, sondern müssen auf neutralem Platz gegen den TV Käfertal und den TV Weisel ran. Und vor den Käfertalerinnen hat Jungclaussen einen heiden Respekt. „Es ist meiner Meinung nach der ärgste Konkurrent um den Titel“, berichtet der TVV-Übungsleiter. „Und auf ihn treffen wir gleich im ersten Spiel des Spieltags.“

Vor allem TVK-Angreiferin Franziska Habitzreither beschäftigt ihn. Die Linksschlägerin treffe sehr gut die Lücken und ließe die Gegnerinnen laufe. Deshalb sei besonders wichtig, ist sich Jungclaussen sicher, dass „wir noch nicht laufen, wenn sie noch nicht geschlagen hat. Bis der Arm den Ball trifft, müssen wir nur startbereit sein – das heißt, mit gebeugten Knien und Körperspannung bereit sein, auf den Schlag zu reagieren.“ Sollte Habitzreither dann mit bestimmten Schlägen erfolgreich sein, müsse man vor Ort noch nachjustieren.

Den Vorteil sieht Jungclaussen dennoch auf Vaihinger Seite. „Wir sind schon gut in die Saison gestartet. Das gibt Selbstvertrauen“, erklärt er. „Die Käfertalerinnen müssen erst reinkommen. Denn in der Vorbereitung habe ich sie bei Turnieren eigentlich nie als Mannschaft auflaufen sehen. Die Spielerinnen haben vielmehr als Gäste bei anderen Teams mitgespielt.“

Die Vorbereitung war jedenfalls komplett auf Käfertal ausgelegt. Den zweiten Gegner am Sonntag, den TV Weisel, hat Jungclaussen weitestgehend ignoriert. „Ich habe die Weiselerinnen auf dem Turnier in Karlsdorf gesehen. Dort waren sie nicht so stark. Sie schienen vor allem nicht die Laufstärksten zu sein“, berichtet der TVV-Trainer. „Wir sollten also kaum Probleme haben, mit Kurzen, Halblangen und Bällen lang durch die Mitte zu punkten.“

Dass die Vaihingerinnen gegen den TVK auf neutralem Platz antreten müssen, sieht Jungclaussen nicht als Problem an. „Das spielt es keine Rolle“, erklärt Jungclaussen. Auch die Käfertalerinnen müssten sich erst auf den Platz einstellen. Simulieren könne man so etwas allerdings so gut wie nicht – vor allem, wenn man wie in Vaihingen „einen guten bis sehr guten Platz hat“, sagt Jungclaussen. Wie schnell sich eine Spielerin an die Bedingungen anpasse, liege vor allem an ihr selbst. „Wer ein gutes Ballgefühl hat, tut sich leichter“, erklärt der Übungsleiter. Aber es gelte: „Wenn der Ball öfters verspringt, muss man schneller auf den Beinen sein.“


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