[VKZ] Ebenbürtige Mannschaften

Bei den Aufstiegsspielen kämpfen mit Vaihingen, Waibstadt, Staffelstein und Stammheim um die zwei Tickets für die 1. Bundesliga Süd vier Teams, die leistungsmäßig dicht beisammenliegen. Die TVV-Faustballerinnen fühlen sich aber perfekt vorbereitet.

 

Faustball. Die ganze Saison haben die Faustballerinnen des TV Vaihingen auf diesen Moment hingearbeitet: An diesem Sonntag (ab 11 Uhr) kämpfen sie beim TV Stammheim mit dem TV Waibstadt, dem TSV Staffelstein und den Gastgeberinnen um den Aufstieg in die 1. Bundesliga Süd in der Halle. „Wir sind bereit. Wir haben uns so gut wie möglich vorbereitet“, zeigt sich TVV-Trainer Carsten Reitschuster zuversichtlich.

 

In den vergangenen beiden Wochen seit dem letzten Hauptrundenspieltag in der 2. Bundesliga West haben die Vaihingerinnen vor allem intensiv am Leinenspiel und an der Kombination aus Schusszuspiel und dem Angriff auf die gegnerischen Vorderleute gearbeitet. „Damit wir da eine Konsequenz drinhaben, aber auch, damit wir Alternativen haben, wenn der Ball mal nicht perfekt liegt“, erklärt Reitschuster.

 

Der Abwehr hat darüber hinaus geholfen, dass die Vaihingerinnen heute vor einer Woche gegen den Erstligisten TSV Ötisheim mit der ehemaligen Nationalspielerin und Hauptangreiferin des TVV, Marie-Therese Rothmaier, getestet haben. „Es war gut, von Marie unter Druck gesetzt worden zu sein“, berichtet Reitschuster und fügt hinzu: „Marie ist durch ihre Erfahrung noch mal stärker als die Schlagfrauen, auf die wir bei den Aufstiegsspielen treffen werden. Sie nutzt jeden Fehler konsequent aus, wenn man beispielsweise zu früh läuft. Gerade fürs Verschieben war das Testspiel ideal. Außerdem gibt Marie kaum Anzeichen, wo sie hinschlagen wird. Wenn man es schafft, sie auszulesen, ist das richtig gut.“ Darüber hinaus konnten die Vaihingerinnen in der Aufstellung trainieren, die auch bei den Aufstiegsspielen aufs Feld geschickt wird. Reitschuster musste nicht die Angreiferin und eventuell eine Zuspielerin aus der Aufstellung rausziehen, damit sie schlägt.

 

Denn bei den Aufstiegsspielen wird es ein Hauen und Stechen zwischen den vier Mannschaften um die beiden Plätze in der 1. Bundesliga Süd geben. „Alle vier Teams sind auf einem ähnlichen Level“, ist sich Reitschuster sicher. Einen kleinen Vorteil haben eventuell die Staffelsteinerinnen. „Sie sind am erfahrensten, haben im Feld im vergangenen Jahr schon in der ersten Liga gespielt“, berichtet der TVV-Übungsleiter. „Außerdem haben sie eine sehr stabile Abwehr. Sie halten die Bälle lange im Spiel, ohne Fehler zu machen. Da muss man geduldig bleiben.“

 

Bei vier leistungsmäßig so ausgeglichenen Mannschaften ist es umso wichtiger, gut ins Turnier zu kommen und die erste Partie des Tages, das staffelinterne Duell, zu gewinnen. „Wenn wir zum Auftakt gegen Waibstadt gewinnen, stehen wir nicht gleich unter Druck – zumal direkt im Anschluss die Partie gegen Staffelstein kommt“, erklärt Reitschuster. Zum Abschluss des Turniers treffen die Vaihingerinnen dann noch auf Stammheim. „Es ist wahrscheinlich, dass das ein Endspiel um einen der Aufstiegsplätze wird. Aber ich würde mir wünschen, dass es in diesem letzten Spiel des Tages um nichts mehr geht“, berichtet der TVV-Trainer. „Am liebsten wäre es mir, wenn wir dann schon beide aufgestiegen wären. Denn durch die vielen Duelle mit den Stammheimerinnen – auch im Training – würde ich ihnen neben uns am meisten den Sprung in die erste Liga gönnen.“

 

Die Vaihingerinnen gehen aber mit einem kleinen Handicap in die Aufstiegsspiele. Ricarda Stübbe, Leoni Modenese, Eva Winkler, Lea Schmidt und Lisa Knodel sind am Tag zuvor noch bei der süddeutschen Meisterschaft der U18 in Dresden im Einsatz. „Für die Jugendspielerinnen sollte es eigentlich nicht so ein großes Problem darstellen. Sie sind es ja bei Meisterschaften gewohnt, an zwei aufeinander folgenden Tagen zu spielen“, relativiert Reitschuster. „Und es liegt an uns selbst, wie kraftraubend die süddeutschen Titellämpfe sein werden. Wir können die Belastung steuern. Außerdem sind in Dresden nur sechs Teams am Start. Man hat also maximal vier oder fünf Partien. Die Fahrt ist nervig. Die fünf U-18-Spielerinnen im Kader der Frauenmannschaft haben nicht die beste Regeneration.“


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