[VKZ] Ohne Satzverlust durch die Saison marschiert

Die zweite Männermannschaft des TV Vaihingen dominiert die Schwabenliga und will nach der Meisterschaft auch um den Aufstieg in die 2. Bundesliga kämpfen. Stichworte wie Bundesliga und Nationalkader helfen während der Corona-Pandemie, Trainingsmöglichkeiten zu bekommen.

Von Ralph Küppers Erstellt: 17. Juli 2021
 
 

Vaihingen. „Wir haben in keinem Satz mehr als acht Punkte abgegeben, und das auch nur drei oder vier Mal“, berichtet Markus Knodel. „Das kann man durchaus als gelungen bezeichnen.“ Der Trainer des TV Vaihingen II hat seine eigene Art, die überlegene Meisterschaft seines Teams in der Faustball-Schwabenliga zu charakterisieren. Sieben Siege, 14:0 Punkte und 21:0 Sätze – mehr geht nicht.

 

Dass der Verfolger TSV Grafenau mit 12:2 Punkten dem Spitzenreiter dicht im Nacken saß, schmälert die Leistung der Vaihinger nicht, denn im direkten Vergleich ließen sie auch gegen Grafenau nichts anbrennen und erkämpften sich einen Drei-Satz-Sieg. „Die Klarheit war schon überraschend“, sagt Markus Knodel. „Aber das Ziel war es natürlich, zu den Aufstiegsspielen zu kommen.“ Nur sei es vor Saisonbeginn schwierig gewesen, die eigene Stärke in Relation zu den übrigen Teams der Liga einzuschätzen, erinnert sich der Meistermacher: „Wir waren anderthalb Jahre ohne Wettkämpfe.“ Das wog umso schwerer, weil das Vaihinger Team relativ jung ist und darum Wettkampferfahrung gut hätte brauchen können. „In unserer sehr jungen Mannschaft ist Jan Bontrup der einzige erfahrene Spieler“, sagt Markus Knodel. „Um ihn herum waren einige Nachwuchs-Nationalspieler, der Kern der Mannschaft, die Deutscher Meister der U 18 geworden ist.“

 

Der Mangel an Erfahrung war für das Team des TV Vaihingen aber nie entscheidend. „Anfangs hat man gemerkt, dass Paul Jantzen als besonders junger Spieler aus einer langen Pause gekommen ist“, sagt der Übungsleiter. „Am letzten Spieltag hat er unter extrem schwierigen Bedingungen eine sehr gute Leistung gezeigt.“ Komplettiert wurde das Team von Bontrup und Jantzen durch Andreas Knodel, Michael Knodel, Jakob Mahn und Maximilian Zöhrer. Einige Spieler aus dem Schwabenliga-Kader haben auch mal bei der ersten Mannschaft in der 2. Bundesliga ausgeholfen, sich aber nicht festgespielt.

 

Dass sie aber zum erweiterten Bundesliga-Kader gehörten, öffnete ihnen die Tür zum Training, das anderen während der heißen Phase der Covid-19-Pandemie noch verwehrt war. „Wir haben streng darauf geachtet, nur die Spieler aus der Bundesliga und aus dem Nationalkader trainieren zu lassen“, sagt Markus Knodel. „Wir waren dankbar, dass wir mit unseren Spitzenathleten trainieren durften und haben uns auf nichts eingelassen.“ Immerhin hatten dadurch einige Vaihinger zum Auftakt der Schwabenliga den Vorteil, schon deutlichlänger als vier Wochen wieder im Training zu sein.

 

Gleichwohl macht Markus Knodel den Erfolg seiner Mannschaft nicht nur an ein paar Wochen Trainingsvorsprung fest. „Wir waren auf jeder Position besser besetzt oder zumindest ebenbürtig“, sagt er rückblickend auf die Spiele der Meistersaison. „Jakob hat die druckvollste Angabe, Michael den besten Rückschlag, und so war im Angriff bei uns immer ein bisschen mehr Geschwindigkeit drin als bei anderen Mannschaften.“ Und auch auf den anderen Positionen waren die Vaihinger top. Markus Knodel: „Wir sind eine junge, durchtrainierte, gute Truppe.“


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