[VKZ] Knodel strahlt Selbstbewusstsein aus

Trainer der U-16-Faustballer ist trotz kurzer Vorbereitung zuversichtlich für DM in Stuttgart-Vaihingen.

Von Michael Nachreiner | Erstellt: 25. September 2020
 
 

Stuttgart-Vaihingen/Vaihingen. „Ohne Medaille wollen wir nicht von der DM der U-16-Faustballer beim NLV Stuttgart-Vaihingen an diesem Wochenende nach Hause fahren.“ Michael Knodel, der zusammen mit Jakob Mahn die männliche U 16 des TV Vaihingen als Trainer betreut, hat aber auch allen Grund, selbstbewusst zu sein. „Unser Angreifer, mein Bruder Andreas, spielt für sein Alter herausragend. Und auch defensiv stehen wir sehr gut“, berichtet der Übungsleiter.

Das Selbstbewusstsein sollte man aber nicht mit Überheblichkeit verwechseln. Denn Michael Knodel warnt direkt danach: „Eine Medaille bekommen wir nicht geschenkt. Dafür müssen wir abliefern.“ Vor allem vor dem Ahlhorner SV und dem TV Unterhaugstett hat der Vaihinger Übungsleiter großen Respekt. „Es könnte sein, dass wir drei die drei Medaillen unter uns ausmachen“, orakelt Michael Knodel. „Die anderen Mannschaften kenne ich allerdings auch nicht so gut.“

Für die Ahlhorner spricht, dass sie „mit diesen Jahrgängen schon öfter Deutscher Meister waren. Und einige der Spieler, die jetzt bei der U-16-DM auflaufen, habe ich am vergangenen Wochenende bei den nationalen Titelkämpfen der U 18 schon gesehen“, berichtet Michael Knodel. „Und die Unterhaugstetter sind im Angriff sehr variabel. Die Schlagmänner bringen zwar nicht so viel Druck hinter ihre Schläge. Aber sie treffen die Lücken. Und der TVU ist mannschaftlich sehr geschlossen.“

Darüber hinaus dürfe man aber auch den MTV Wangersen, den ersten Gegner von Andreas Knodel, Jochen Michaelis, Lukas Bengsch, Max Staudenecker, Felix Schmidt und Jakob Walliser in der Vorrunde an diesem Samstag, nicht unterschätzen, ist sich Michael Knodel sicher. „Zum einen gehe ich davon aus, dass der MTV unser stärkster Gegner in der Vorrunde ist. Die Wangersener treten in Stuttgart-Vaihingen mit fast dem kompletten U-16-Team an, das bei der U-18-DM Vierter wurde und gegen das wir uns schwer getan haben“, berichtet der TVV-Trainer. „Zum anderen ist es fast schon Tradition, dass unser erstes Spiel bei einer Meisterschaft eher eins der schlechteren ist.“

Dennoch hofft Michael Knodel auf einen Erfolg auch gegen Wangersen. „Von der Leistung her müssten wir Gruppenerster werden und uns direkt für das Halbfinale qualifizieren“, ist der Übungsleiter überzeugt. „Ich hätte aber auch kein Problem damit, wenn wir das Qualifikationsspiel bestreiten müssten. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es leichter fällt, ins Halbfinale zu finden, wenn man davor an dem Tag schon zwei oder drei Sätze gespielt hat.“

Beinahe hätte die Feld-DM der männlichen U 16 allerdings ohne die Vaihinger stattgefunden. Bei der süddeutschen Meisterschaft in der Halle, die wegen der Corona-Pandemie als Qualifikation für die Feld-DM genommen wurde, wurde der TVV hinter dem TV Unterhaugstett und dem NLV Stuttgart-Vaihingen nur Dritter. Doch nur der Süddeutsche Meister und Vizemeister lösten das Ticket für die nationalen Titelkämpfen. Erst nachdem der ostdeutsche Vizemeister VfK Berlin auf eine Teilnahme an der DM im Stuttgarter Süden verzichtet hatte, rückten die Vaihinger nach.

„Da wir erst vor rund zweieinhalb Wochen mitbekommen haben, dass wir dabei sind“ (Michael Knodel), war die Vorbereitung allerdings extrem kurz. „Wir haben zwar sofort das Training hochgefahren. Davor war es eigentlich nur Spaß, um ein bisschen drin zu bleiben“, berichtet der TVV-Übungsleiter. Als Schwerpunkte konzentrierten sich Michael Knodel und Mahn mit ihrem Team dann auf Technik und Ballkontrolle. „Am Anfang waren die Jungs schon ganz schön eingerostet. Das hat sich aber schnell gelegt“, erklärt Michael Knodel.

In dieser Woche wurde die Vorbereitung dann aber sogar richtig gezielt auf das Wochenende ausgerichtet. „Da der Wetterbericht Regen für Samstag und Sonntag vorhergesagt hat, haben wir am Alten Postweg den Platz gewässert, um die Bedingungen zu simulieren“, berichtet der Vaihinger Übungsleiter.


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