[VKZ] Dritte Mannschaft vor viertem Aufstieg

Faustballer des TV Vaihingen bestreiten am Wochenende Entscheidungsspiele für die 2. Bundesliga Süd in der nächsten Hallensaison

Von Ralph Küppers | Erstellt: 14. Februar 2020
 
 
 

Wenn am Samstag und Sonntag in Grafenau die zwei Aufstiegsplätze in die 2. Faustball-Bundesliga Süd vergeben werden, ist der TV Vaihingen III mit am Start. Der Meister der Schwabenliga will sich auf sportlichem Weg einen Platz in der zweiten Liga erkämpfen. Es wäre der vierte Aufstieg in Folge für das Team von Spielertrainer Marc Krüger.

 

Vaihingen. Noch ist völlig offen, ob der TV Vaihingen die Teilnahme an den Aufstiegsspielen braucht, um in der nächsten Saison eine Mannschaft in der 2. Bundesliga Süd zu haben. Denn die zweite Mannschaft des TVV steht zwar auf einem Abstiegsplatz in Liga zwei, doch wenn – was Gerüchte besagen – der besser platzierte MTV Rosenheim seine Mannschaft zur nächsten Hallensaison zurückziehen würde, dürfte Vaihingen II in der zweiten Liga bleiben (VKZ hat berichtet). Darum war auch zunächst nicht klar, ob die dritte Mannschaft des Vereins überhaupt für die Aufstiegsspiele meldet. Denn zum Melden sind die Meister und Vizemeister zwar berechtigt, aber nicht gezwungen. „Wer aber meldet und einen der Aufstiegsplätze erreicht, der muss auch aufsteigen“, berichtet Marc Krüger aus den Statuten. Die Regel ist fix – bis auf dieses Mal. Denn das Dilemma des TV Vaihingen blieb auch den Verantwortlichen beim Verband nicht verborgen. Für zwei Mannschaften in der zweiten und eine in der ersten Liga fehlt es auch einem faustballstarken Verein wie dem TVV an Ressourcen. Solange der MTV Rosenheim nicht offiziell zurückzieht, gilt Vaihingen II als abgestiegen. Aber nach diesem Wochenende wäre für Vaihingen III auch die Chance vorbei, sich den Aufstieg zu erkämpfen. „Sollte die Zweite drin bleiben, müssen wir nicht in die 2. Bundesliga aufsteigen“, verkündet der Spielertrainer der Dritten. Auf dieser Basis nimmt sein Team die sportliche Herausforderung bei den Entscheidungsspielen an.

 

An diesem Wochenende sind in Grafenau neben den Vaihingern als Meister der Schwabenliga auch der Vizemeister und Ausrichter TSV Grafenau, der Bayrische Meister TV Segnitz und sein Vize ASV Veitsbronn, der sächsische Vizemeister SV Kubschütz und der Thüringer Meister SV Zeulenroda am Start. „Das wird deutlich schwerer werden als in der Liga“, schätzt Krüger die Bedingungen ein. „Es sind ja nur Meister und Vizemeister dabei. Ich habe keine Ahnung, ob es für uns zum ersten oder zweiten Platz reicht.“ Als Meister der Schwabenliga, der höchsten Liga des Schwäbischen Turner-Bunds, sind die Voraussetzungen allerdings nicht schlecht. „Ich weiß nicht, ob Schwaben oder Bayern aktuell die stärkere Staffel hat“, sagt Krüger. Doch angesichts der Leistungsdichte von Faustballern in der Region sind die Vaihinger starke Gegner gewöhnt.

 

Die Spielstärke der fünf Mannschaften einzuschätzen, auf die der TV Vaihingen III an den nächsten beiden Tagen trifft, ist für den Spielertrainer allerdings schwer. „Grafenau kennen wir natürlich, gegen die Mannschaft haben wir in der Hallenrunde zwei Mal gespielt“, sagt Krüger. „Bei uns haben die Grafenauer zwei Sätze lang sehr gut gespielt und sind dann eingebrochen. Im Spiel bei denen war ihr erster Satz nichts, dann waren sie aber wieder stark. Sie spielen nicht ganz konstant.“ Den SV Kubschütz hat Krüger von einer deutschen Jugendmeisterschaft in Vaihingen in Erinnerung. „Das ist eine junge Truppe, ungefähr die von damals“, glaubt er. „Da müssen wir abwarten, wie die genau spielen. Ihr Angreifer Kai Mörbe war gut.“ Den TV Segnitz kennt der Vaihinger Spielertrainer aus der Feldsaison. „Im Feld ist es eine junge und sehr gute Truppe, und ich denke, dass Segnitz mit ein Favorit auf den Aufstieg ist.“ Allerdings kann er die Fähigkeiten der Segnitzer im Hallenfaustball nicht beurteilen. „Veitsbronn und Zeulenroda kenne ich überhaupt nicht“, sagt Krüger. „Aber da werden wir so in die Spiele starten, wie in der Saison auch immer wieder. Wir wussten oft nicht, gegen wen wir kommen. Dann mussten wir möglichst schnell ein Rezept finden.“ Und bei den Aufstiegsspielen komme dazu, dass sich auch aus den Spielen der anderen Mannschaften gegeneinander schon Schlüsse ableiten lassen. „Wir werden sie natürlich offensiv und defensiv beobachten und rauslesen, wo ihre Schwächen sind“, sagt Krüger. „Dann können wir uns eine Taktik zurechtlegen. Nur gegen Grafenau wissen wir schon so ungefähr, was klappen könte. Von dieser Mannschaft wissen wir aber auch, dass sie schon sehr unterschiedlich gespielt hat.“

 

Am Samstag trifft der TV Vaihingen III zunächst auf den alten Bekannten TSV Grafenau, dann auf den SV Kubschütz und schließlich auf den SV Zeulenroda. Am Sonntag folgen die Begegnungen mit den bayrischen Vertretern ASV Veitsbronn und TV Segnitz. Vertreten wird der TV Vaihingen durch Krüger und Carsten Reitschuster im Angriff, Jan Bontrup in Angriff und Abwehr, die Abwehrspieler Linus Brauer, Felix Schindler, Marco Schön und Lars Thormeyer sowie Zuspieler Pirmin Neuberger.


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