[VKZ] Markus Knodel sieht schon die Felle davonschwimmen

Faustballer des TV Vaihingen müssen in beiden Spielen am Wochenende auf Hauptangreifer Jakob Kilpper verzichten

Von Ralph Küppers | Erstellt: 31. Januar 2020
 
 

In der 1. Faustball-Bundesliga Süd steht der TV Vaihingen beinahe mit dem Rücken zur Wand. Drei Spiele sind noch zu spielen. Eins davon müssen die Vaihinger Faustballer gewinnen, wenn sie den Klassenerhalt schaffen wollen. Doch zumindest für die beiden Begegnungen an diesem Wochenende fällt der Hauptangreifer aus. Jakob Kilpper plagen Schmerzen im Ellenbogen.

 

Vaihingen. Mit dem TV Käfertal und dem TV Unterhaugstett haben die Faustballer des TV Vaihingen am Wochenende nicht gerade die leichtesten Gegner aus der Bundesliga-Südstaffel zu Gast. Dafür spielen sie in heimischer Halle, was schon oft ein großer Vorteil war. „Hier spielen wir sicher deutlich stärker als auswärts“, sagt TVV-Trainer Markus Knodel. Und genau darum hatte er insgeheim gehofft, im Spiel am Samstagabend den Gegner mindestens zu ärgern, vielleicht sogar zu schlagen. Um 19 Uhr gibt der TV Unterhaugstett seine Visitenkarte in der Sporthalle am Alten Postweg ab.

 

Lässt sich aus wechselhafter Leistung des TVU Kapital schlagen?

„Die Unterhaugstetter spielen ein bisschen wechselhafter als Käfertal“, berichtet Knodel. „Gegen sie habe ich mir in eigener Halle schon etwas ausgerechnet.“ Nach dem Ausfall von Kilpper – Ersatz für ihn ist im Verein nicht aufzutreiben, weil andere Mannschaften am Samstag ebenfalls im Einsatz sind – sieht der Übungsleiter die Chancen aber schwinden. „Auch mit Jakob wäre ein Sieg unserer jungen Mannschaft gegen Unterhaugstett alles andere als selbstverständlich“, sagt Knodel. Ohne ihn wird ein Erfolg aber noch viel unwahrscheinlicher. Dabei standen die Vaihinger schon beim Hinspiel in der ungeliebten Halle von Bad Liebenzell nicht auf völlig verlorenem Posten. Zwei Sätze holten sie sich, in einem weiteren zwangen sie den TVU in die Verlängerung. Umso schmerzlicher trifft sie jetzt der Ausfall.

 

Käfertal mit Nationalspielern im Angriff war im Hinspiel überlegen

Das zweite Spiel des Wochenendes dürfte zumindest von der Papierform her das kürzere werden. Am Sonntag um 15 Uhr gastiert der TV Käfertal beim TVV. Die Mannheimer sind Ausrichter der deutschen Meisterschaft. Doch auch sportlich dürften sie sich für die DM-Teilnahme qualifizieren, stehen sie doch aktuell mit etwas Vorsprung auf den Vierten Unterhaugstett auf dem dritten Tabellenplatz. „Mit Nick Trinemeier und Marcel Stoklasa hat Käfertal zwei Nationalspieler im Angriff“, sagt Knodel. „Und auch die Abwehr ist sehr stark.“ Im Hinspiel war für den TV Vaihingen nichts zu wollen. Bei der 0:5-Niederlage gingen einzelne Sätze sehr deutlich aus. Angesichts der aktuellen Personalnot bezeichnet der TVV-Trainer einen Erfolg seiner Mannschaft als „äußerst unwahrscheinlich“.

Sollte es an diesem Wochenende nichts mit einem Vaihinger Sieg für den Klassenerhalt werden, dann käme es eine Woche später zum großen Finale. Da gastiert der TV Hohenklingen beim TV Vaihingen zum Kellerduell. Nach aktuellem Stand bleibt der Sieger dieses Spiels in der ersten Liga, der Verlierer muss absteigen. „Außer wenn Hohenklingen an diesem Wochenende gegen Waibstadt gewinnt“, schiebt Knodel nach. „Dann wäre auch Waibstadt punktgleich mit uns – falls wir Hohenklingen schlagen.“ Und dann käme es im Dreier-Vergleich zwischen Vaihingen, Hohenklingen und Waibstadt auf jeden Satz an.


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