[VKZ] Niedernhall legt zwei Sätze vor, aber TVV gewinnt

Vaihinger Faustballerinnen holen erneut Sieg und Niederlage

Erstellt: 12. November 2019

 

Niedernhall/Vaihingen (rkü). Die Faustballerinnen des TV Vaihingen haben in Niedernhall nicht nur den erhofften Sieg gegen die Gastgeberinnen eingefahren. Insgesamt sind sie nach vier Spielen in der 2. Bundesliga Süd mit 4:4 Punkten voll im Soll. Ihre zweite Begegnung am Sonntag gegen den Tabellenzweiten TSV Calw II verloren die Vaihingerinnen allerdings klar in drei Sätzen.

 

Der TSV Niedernhall zählt in der zweiten Liga zu den Konkurrenten von Aufsteiger TV Vaihingen im Kampf um den Klassenerhalt. Darum freut sich TVV-Trainer Carsten Reitschuster umso mehr über den Erfolg seines Teams – auch wenn es ein Zittersieg war. „Wir sind nicht so gut ins Spiel gekommen“, berichtet er, auch wenn die Vaihingerinnen schnell mit 4:0 Punkten führten. „Danach haben wir es leider nicht mehr geschafft, den Spielaufbau hinzubekommen“, sagt der Übungsleiter. Über den 9:9-Ausgleich kamen die Gastgeberinnen in Niedernhall zum 12:10-Erfolg im ersten Durchgang. „Dann haben wir leider wieder ein Negativerlebnis in den zweiten Satz mitgenommen“, sagt Reitschuster zur Erklärung, warum die Vaihingerinnen dort sang- und klanglos mit 3:11 untergingen. „Dass wir überhaupt drei Punkte gemacht haben, war noch schmeichelhaft – wir lagen schon mit 0:9 hinten“, berichtet er. „Erst durch Umstellungen haben wir wieder Ruhe ins Spiel gebracht. Dafür haben wir Merle Bremer nach hinten gezogen. Dann hat uns zwar vorne die Schlagkraft gefehlt, aber wichtiger war, dass erst einmal Ruhe reinkam.“ Als das gelungen war, schaltete der TVV wieder in den Vorwärtsgang.

 

„Im dritten Satz haben wir dann ganz umgestellt“, sagt Reitschuster. „Wir haben den Luxus, dass wir verschiedene Spielerinnen auf unterschiedliche Positionen stellen können. Die dritte Variante hat geklappt.“ Aus einem ruhigen Spielaufbau heraus gelang es den Vaihinger Faustballerinnen, Punkt um Punkt davonzuziehen. Satz drei ging mit 11:2 an den TVV, Satz vier mit 11:4. „Im fünften war aber klar, dass eine erfahrene Schlägerin wie Michaela Kreß nochmal etwas Neues ausprobieren wird“, sagt der Gästetrainer. Fortan verlegte sie sich darauf, Bremer als Vaihingens Hauptangreiferin aus dem Spiel zu nehmen. „Als es im entscheidenden Satz 7:7 stand, haben wir aber wieder vier Punkte in Serie gemacht“, sagt Reitschuster über den Endspurt zum Spielgewinn.

 

Gleich anschließend mussten die Vaihingerinnen gegen den TSV Calw II ran. „Das waren zwei völlig unterschiedliche Spiele“, weiß Reitschuster. „Gegen Niedernhall lief es, wenn wir den Aufbau hinbekommen haben. Gegen Calw II mussten wir volles Risiko gehen.“ Gerade Adina Stoll sei in der Partie eine „super aufgelegte Hauptangreiferin“ gewesen, sagt der TVV-Trainer. Immer wieder legte sie den Vaihingerinnen kurze oder zur Seite gespielte Bälle ins Feld. „Da wäre es ganz wichtig gewesen, auslesen zu können, wo sie als nächstes hinspielt“, sagt Reitschuster. Doch daran arbeitet er mit seinem jungen Team noch. Die ersten zwei Sätze waren allerdings schnell fort. Mit 11:3 und 11:1 machte Calw II kurzen Prozess. „Im dritten Durchgang haben mehrere Sachen besser funktioniert“, freut sich der Vaihinger Trainer. „Wir hatten bis dahin schon verschiedene Aufstellungen ausprobiert. Und wir haben gemerkt, dass wir mutig sein mussten. Sicherheitsbälle gab es nicht.“ Wenn es nicht zum druckvollen Angriffsschlag reichte, musste eben ein möglichst schwierig zu spielender Bogenball her. „So dass die Calwerinnen nicht gleich wieder einen gefährlichen Rückschlag aufbauen konnten“, sagt Reitschuster. „Aber weil Calw II mehrere Spielerinnen mit Bundesligaerfahrung in der Abwehr stehen hat, war das schwierig.“ Immerhin reichte es zum 9:11 im letzten Satz der Vaihingerinnen an diesem Tag.

 

TV Vaihingen: Merle Bremer, Nienke Maisch, Leoni Modenese, Lea Schmidt, Isabel Grau, Ricarda Stübbe, Eva Winkler.


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