[VKZ] Markus Knodel hofft auf den einen oder anderen Satzgewinn

Wenn Calws Angreifer Schlattinger schwächelt, müssen Vaihinger Faustballer zur Stelle sein

Von Michael Nachreiner, Vaihinger Kreiszeitung, Erstellt: 7. Juni 2019

Beim letzten Hauptrundenspiel der 1. Bundesliga Süd an diesem Samstag (16 Uhr) gegen den TSV Calw müssen die Faustballer des TV Vaihingen auf ihren Trainer Markus Knodel verzichten. „Das ist aber kein großer Nachteil. Marc Krüger und Alexander Perleß werden das Team betreuen. Und beide kennen die Spieler auch“, sagt der Übungsleiter.

Vaihingen. Zum Abschluss der Hauptrunde der 1. Bundesliga Süd empfangen die Faustballer des TV Vaihingen den TSV Calw. Auf die Tabelle wird die Partie aber keine Auswirkungen mehr haben. Die Calwer sind auf jeden Fall für die Meisterrunde der besten vier Teams qualifiziert. Und die Vaihinger gehen selbst bei einem hohen Sieg als Schlusslicht in die Abstiegsrunde. Von einem Erfolg kann TVV-Trainer Markus Knodel, der am Wochenende seine Tochter Lisa sowie ihre Mannschaftskameradinnen Ricarda Stübbe und Eva Winkler zum U-13- bis U-15-Nationalmannschaftslehrgang im westfälischen Hamm begleitet, nur träumen. „Wenn man unser Satzverhältnis betrachtet – wir haben in sechs Spielen gerade einmal zwei Durchgänge gewonnen –, ist es vermessen, von einem Sieg zu sprechen“, erklärt der Übungsleiter.

Zumal der Kader des TSV Calw gespickt ist mit Nationalspielern. Am Schlag läuft Raphael Schlattinger auf, der schon seit Jahren Leistungsträger für die Schweiz ist. Vom TV Wünschmichelbach ist vor der Feldrunde der ehemalige U-21-Nationalspieler Dennis Gruber dazugestoßen. Damit sind die Calwer die einzige Mannschaft in der Südstaffel, die über einen Links- und einen Rechtsangreifer verfügen. Und ebenfalls für die Juniorenauswahl waren schon Philipp Kübler und Mathias Zierer im Einsatz. „Zudem gibt es eine gewisse Rivalität zwischen Calw und Vaihingen. Die Nordschwarzwälder wollen das Spiel auf jeden Fall gewinnen“, ist sich Markus Knodel sicher, dass die Calwer sich zu keinem Schlendrian hinreißen lassen, auch wenn sie das Ticket für die Meisterrunde schon gelöst haben.

Allerdings ist Schlattinger zwar „ein richtig guter Angreifer“, erklärt Markus Knodel, „aber manchmal auch etwas fehlerbehaftet.“ Deshalb hofft der TVV-Trainer, dass für seine Mannschaft zumindest der eine oder andere Satz drin ist. Den Schweizer Nationalspieler in Diensten des TSV Calw jedoch komplett aus dem Spiel zu nehmen, indem man ihn mit der Angabe anspielt, davon hält Markus Knodel nur bedingt etwas. „Natürlich kann das ein Mittel sein. Aber dann sollte man aus dem Rückschlag punkten. Wenn das aber nicht klappt, ist es besser, schon bei der Angabe auf den Punkt zu gehen“, berichtet der Vaihinger Übungsleiter. „Außerdem nimmt man manche Spieler aus dem Spiel, wenn man den Angreifer nur anwirft“ – zumal die TVV-Angreifer Michael Knodel, Jakob Mahn und Tobias Knodel in der Regel „zu wechselhaft und zu fehleranfällig agieren“ (Markus Knodel).

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Nach diesem Wochenende wird Staffel aufgesplittet

Wie schon aus der Feldsaison 2018 bekannt, werden die beiden Staffeln der 1. Faustball-Bundesliga nach Abschluss der Hinrunde jeweils in eine Meister- und eine Abstiegsrunde aufgeteilt. In Ersterer spielen die Mannschaften auf den Plätzen eins bis vier in einer einfachen Runde die DM-Teilnehmer aus. Bereits qualifiziert für die Meisterrunde im Süden sind der bisher ungeschlagene Spitzenreiter TSV Pfungstadt, der TV Schweinfurt-Oberndorf und der TSV Calw. Um den vierten Platz kämpfen an diesem Wochenende im Fernduell der TV Käfertal gegen den TV Augsburg und der FBC Offenburg beim TV Unterhaugstett. Die Mannschaft, die es nicht in die Meisterrunde schafft, spielt zusammen mit Unterhaugstett, Augsburg und dem TV Vaihingen die beiden Absteiger aus. (nac)


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