[VKZ] TVV-Trainer Markus Knodel hofft auf eine Überraschung

Neu formiertes Bundesligateam empfängt erst Unterhaugstett und dann Schweinfurt-Oberndorf

Von Michael Nachreiner, Vaihinger Kreiszeitung, Erstellt: 10. Mai 2019

Dass die Faustballer des TV Vaihingen gegen den TSV Pfungstadt in Notbesetzung knapp an einem Satzgewinn vorbeigeschrammt sind, macht Mut. Für Markus Knodel wachsen deshalb die Bäume aber nicht in den Himmel. Mit dem TV Unterhaugstett und dem TV Schweinfurt-Oberndorf erwarten die Vaihinger „zwei starke Teams. Beide bieten aber auch Möglichkeiten, einen Sieg zu holen“, sagt der TVV-Trainer.

Vaihingen. Nach dem ersten Spieltag trägt der TV Unterhaugstett mit zwei Niederlagen die rote Laterne der 1. Faustball-Bundesliga Süd. Der TV Vaihingen steht zwei Plätze besser da mit nur einer Pleite. Wer nun die Rechnung aufmacht, die Enzstädter hätten das Heimspiel an diesem Samstag (14 Uhr) bereits gewonnen, der ist bei Markus Knodel an der falschen Adresse. „Wie die Ergebnisse bisher waren, darauf gebe ich nicht viel. Immerhin haben die Unterhaugstetter und die Schweinfurt-Oberndorfer gegen Pfungstadt jeweils einen Satz geholt – wir dagegen nicht“, erklärt der TVV-Trainer. „Und jedes Spiel ist ein anderes. Zumal es am Wochenende auch noch nass werden soll. Außerdem darf man nicht vergessen, dass bei uns fast alles noch A-Jugendliche sind. Denen fehlt das Selbstverständnis. Manchmal habe ich sogar den Eindruck, dass der Glaube fehlt, das ganz durchzuziehen, dass wir Angst haben zu gewinnen.“ Einen Tag nach dem Heimspiel gegen den TV Unterhaugstett empfangen die Vaihinger am Sonntag (16 Uhr) noch den TV Schweinfurt-Oberndorf.

Dennoch rechnet sich Markus Knodel gegen beide Mannschaften etwas aus. „Gegen beide Teams muss zwar viel zusammenlaufen, wenn was gehen soll“, erklärt der TVV-Übungsleiter. „Aber beide bieten auch Möglichkeiten, einen Sieg zu holen.“

Der TV Unterhaugstett hat zwar mit dem 22 Jahre alten ehemaligen Junioren-Nationalangreifer Michael Ochner und Max Winkler aus Kleinglattbach zwei Spieler in seinen Reihen, denen die Zukunft gehört. Doch in der Vergangenheit hat dem Team aus dem Nordschwarzwald immer die Konstanz gefehlt, um um ein Ticket für eine DM-Endrunde mitzuspielen. Zuletzt waren die Unterhaugstetter 2014 bei nationalen Titelkämpfen. „Sie haben aber gerade mit Ochner jemanden, der gute Angaben schlägt. Und Uwe Gensheimer ist ein guter Zweitschläger. Außerdem stehen sie kompakt“, analysiert Markus Knodel.

Und der TV Schweinfurt-Oberndorf war in der Vergangenheit immer mal wieder für eine negative Überraschung gut. Vor allem, da man nie weiß, wer bei den Franken überhaupt aufläuft. Immer wieder musste beispielsweise Hauptangreifer Oliver Bauer aus beruflichen Gründen passen. „Mit ihm sind sie eine Klasse besser“, ist sich Markus Knodel sicher. „Die Alternative ist allerdings, dass Fabian Sagstetter schlägt.“ Der Nationalspieler bringt zwar nicht die Größe und die Schlaghärte von Bauer mit, hat dafür aber ein Gespür, was in welcher Situation am besten zu machen ist. „Er ist unheimlich schwer für den Gegner zu lesen. Denn es passiert immer etwas Fantastisches, wenn er den Ball spielt“, erklärt Markus Knodel.


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