VKZ: Lochmahr fordert noch einmal volle Fokussierung

TVV hat zwar Klassenerhalt so gut wie sicher, Training war Coach vor Pfungstadt-Spiel aber zu lasch

Von Michael Nachreiner, Vaihinger Kreiszeitung, Erstellt: 26. Januar 2018

Die Situation für die Faustballer des TV Vaihingen ist eigentlich recht komfortabel. Sie müssen aus den letzten drei Saisonspielen eins gewinnen, um den Klassenerhalt in der 1. Bundesliga Süd 100-prozentig fix zu machen. Dennoch fordert TVV-Spielertrainer Marco Lochmahr weiterhin volle Konzentration ein.

 

Vaihingen. Es ist die Kehrseite der Medaille. So schön und so wichtig der souveräne 5:2-Sieg gegen den Tabellendritten TSV Calw am vergangenen Wochenende auch war. Bei den Faustballern des TV Vaihingen fiel danach etwas die Spannung ab – auch im Training in dieser Woche. „Mir war das ein bisschen zu relaxed. Ich hatte den Eindruck, einige sind überzeugt, dass man nicht mehr jedem Ball mit 100 Prozent hinterhergehen muss und dass wir den Klassenerhalt schon geschafft haben. Da hat der letzte Biss gefehlt“, ärgert sich TVV-Spielertrainer Marco Lochmahr und ergänzt: „Ich bin da aber vorsichtig. Solange es eine rechnerische Möglichkeit gibt, dass wir noch absteigen können, sollten wir die Fokussierung hochhalten. Denn wenn man im Training nicht verinnerlicht, dass man keinen Ball verloren geben darf, dann kann man es auch im Spiel nicht umsetzen.“

 

Dennoch ist die Situation recht komfortabel. Um auf Nummer sicher zu gehen, benötigen die Vaihinger noch einen Sieg aus den letzten drei Saisonspielen. „Dazu kommt, dass wir gegen den TV Stammheim spielen, der in dieser Runde noch überhaupt nichts gewonnen hat. Und auch der TV Käfertal steht aktuell auf einem Abstiegsplatz“, erklärt der TVV-Übungsleiter. Dazu kommt an diesem Samstag (19 Uhr) das Duell mit dem Deutschen Serienmeister TSV Pfungstadt in der Sporthalle am Alten Postweg. Lochmahr: „Das ist die schwerste der drei Partien. Im Hinspiel war es zwar knapp – allerdings auch, weil sich in Pfungstadt noch alles erst zusammenfügen musste.“ Nach der schweren Verletzung von Hauptangreifer Patrick Thomas im Sommer wechselte Steve Schmutzler als Schlagmann vom MTV Rosenheim nach Hessen. Außerdem steht auch der Auricher Johannes Jungclaussen erst seit dieser Saison im Kader des Deutschen Meisters.

 

Gegen Schmutzler sahen die Vaihinger aber vor allem in eigener Halle in der Vergangenheit in der Regel recht gut aus. „Er ist für einen Angreifer recht klein. Deshalb müssen wir uns am Block durchsetzen und ihn überspringen“, fordert Lochmahr. Gleichzeitig warnt er aber auch: „Steve hat einen kernigen Schlag mit viel Schnellkraft dahinter. Dazu setzt er seine Schläge sehr präzise. Und er ist einer der wenigen Angreifer, die auf jede Position gut spielen können. Andere haben da meist ihre Schokoladenseite, so dass man sich mit der Aufstellung bereits taktisch auf die Angabe einstellen kann.“


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