VKZ: „Die Stimmung ist gelöster“

Vaihinger Faustballer freuen sich auf das Abendspiel in Waibstadt

Von Ralph Küppers, Vaihinger Kreiszeitung, Erstellt: 30. Juni 2017

 

Mit dem 5:4-Sieg gegen den Vorletzten TV Waldrennach haben die Faustballer des TV Vaihingen den Klassenerhalt in der 1. Bundesliga Süd praktisch geschafft. Rechnerisch sicher wären sie aber erst nach einem weiteren Sieg. Den wollen sie heute Abend beim Schlusslicht TV Waibstadt einfahren.

 

Vaihingen. „Praktisch sieht es schon sehr gut aus für uns“, sagt Spielertrainer Marco Lochmahr. „Ich habe schon mal nachgerechnet. Falls wir gewinnen, müsste Waldrennach alle vier Spiele gewinnen, um noch punktgleich mit uns zu werden, und wir müssten dann gleichzeitig alles verlieren.“ Weil dieses Szenario aber äußerst unwahrscheinlich ist, haben die Vaihinger schon am Samstag nach dem heißen Kampf im Schwarzwald aufgeatmet. „Die Stimmung ist gelöster als noch vor zwei Wochen“, beschreibt Lochmahr die Gemütslage.

 

Auch wenn die Vaihinger dem Tabellenletzten deutlich überlegen sein dürften, warnt der Trainer doch davor, den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen. „Die Rahmenbedingungen sind nicht alltäglich“, sagt er. „Das Spiel ist Freitagabend, es ist auswärts und wir spielen unter Flutlicht.“ Lochmahr glaubt zwar nicht, dass sein Team ins Straucheln kommt, doch man müsse auf der Hut sein. „Es herrschen für beide Mannschaften die gleichen Verhältnisse auf dem Platz. Und für uns ist die Situation zwar ungewohnt, aber ab und zu haben wir auch mal Flutlichtspiele.“ Ein Auswahllehrgang des Badischen Turnerbunds sei der Grund, warum der Beginn gegnüber dem Bundesliga-Spielplan von 19 auf 20 Uhr verschoben worden sei, sagt Lochmahr. So werde den Teilnehmern ermöglicht, gleich nach ihrem eigenen Training auch noch ein Bundesligaspiel live zu verfolgen.

 

Warum der TV Waibstadt auf dem letzten Platz steht, ist für den Vaihinger Spielertrainer ein Rätsel. „Beim Hinspiel in Vaihingen hatte ich Waldrennach schwächer eingeschätzt als Waibstadt“, sagt er. „Das war im Rückspiel natürlich anders.“ Gleich den ersten Satz im Hinspiel sicherten sich damals die Gäste am Alten Postweg. „Die ersten zwei, drei Sätze lang haben uns die Waibstädter vor eine Herausforderung gestellt“, erinnert sich Lochmahr. 9:11, 11:6 und 12:10 endeten diese Sätze damals aus Vaihinger Sicht. Danach wurde es ein klarer 5:1-Sieg für die Platzherren. „Waibstadt hat fünf relativ schnelle und relativ kleine Spieler“, analysiert Lochmahr. „Das ist ein kleiner Nachteil im Angriff, aber ein großer Vorteil bei der Abwehr der kurzen Bälle. Die Angreifer sind alle sehr beweglich.“ Die größten Defizite sieht er bei Rückschlägen und Abwehrleistung bei vermeintlich leichten Bällen. „Das reicht für die erste Liga noch nicht ganz aus“, sagt Lochmahr. „Aber die Spieler sind noch jung.“ Der bevorstehende Abstieg sei kein Beinbruch.

 

Die Vaihinger haben in dieser Woche speziell Angaben trainiert, die am Samstag relativ problematisch waren. Ob Marc Krüger heute spielen kann, war gestern noch offen. Er hatte sich an der Wade verletzt.


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