VKZ: TVV kommt nicht aus eigener Angabe

Von Michael Nachreiner Erstellt: 12. Juni 2017

Faustballer verlieren in Wünschmichelbach mit 2:5 und gegen Schweinfurt-Oberndorf mit 1:5

Vaihingen. Die Faustballer des TV Vaihingen haben die Hinrunde der 1. Bundesliga Süd mit zwei glatten Niederlagen abgeschlossen. Zunächst verloren sie beim TV Wünschmichelbach mit 2:5 (9:11, 8:11, 5:11, 11:9, 11:2, 6:11 und 9:11). Dann unterlagen sie zu Hause dem TV Schweinfurt-Oberndorf mit 1:5 (10:12, 6:11, 6:11, 6:11, 11:8 und 8:11). Dabei erlebten die Vaihinger ein Déjà-vu, was den Spielverlauf betrifft. In beiden Partien erarbeiteten sie sich eine souveräne Führung im ersten Satz, brachten den aber nicht nach Hause und verloren dann erst einmal komplett den Faden, weil sie in ein Loch stürzten.

 

Schnell hatten sich die Vaihinger gegen Schweinfurt-Oberndorf, das schon fast die gesamte Saison ohne seinen Hauptangreifer Oliver Bauer auskommen muss, der aufgrund seiner Tätigkeit in einer Polizei-Hundertschaft an Wochenenden immer wieder bei Großveranstaltungen im Einsatz ist, eine Führung von zwei, drei Punkten im ersten Durchgang erarbeitet. Bei 9:6 standen die Gastgeber unterm Kaltenstein schon kurz vor dem Satzgewinn. „Doch dann haben wir es nicht, den Durchgang rüberzuretten. Vielleicht, weil wir geglaubt haben, es ist mehr drin, wenn Olli Bauer nicht dabei ist. Und dann bricht die Stimmung ein“, erklärt TVV-Spielertrainer Marco Lochmahr. „Aus diesem Tief sind wir nicht wirklich mehr rausgekommen.“

 

In den folgenden Sätzen erwischten Fabian Sagstetter und der Auricher Jaro Jungclaussen, die den Rückschlag für die Oberndorfer übernahmen, die Vaihinger immer wieder auf dem falschen Fuß, fanden genau die Lücke oder hatten zumindest genau die richtige Länge in ihren Schlägen, so dass die Gastgeber den Ball nicht abwehren konnten, auch wenn sie noch drankamen. Vor allem Max Winkler musste auf der Mitteposition Lehrgeld zahlen. „Max hat aber einen Tag zuvor in Wünschmichelbach sehr gut gespielt. Und mit Hinblick auf den Nominierungslehrgang der U-18-Nationalmannschaft am Wochenende wollte ich, dass er Spielpraxis erhält“, erklärt Lochmahrund fügt hinzu: „Dass die Schweinfurter so effektiv waren und zu viele Punkte aus dem Rückschlag erzielt haben, was heute definitiv ein Problem war, das fängt aber schon bei unserer Angabe an. Wir haben zu wenig Druck gemacht. Dadurch haben die Schweinfurter die Bälle immer sauber abwehren und aufbauen können. Und dann ist es für einen Angreifer leicht, wenn er die Bälle im Schuss auf der Leine oder sehr sauber gestellt bekommt.“

 

Auch die Einwechslung von Marc Krüger für Jakob Kilpper Mitte des zweiten Satzes brachte keine Besserung. „Ich hatte eigentlich darauf gebaut, dass Marc mit seiner druckvolleren Angabe die Schweinfurter mehr unter Druck setzen wird. Das hat aber nicht geklappt. Dadurch, dass er durch eine Sprunggelenksverletzung gehandicapt war, hatten wir dadurch vielleicht sogar ein paar Fehler mehr drin“, berichtet Lochmahr.

 

Erst bei 0:4-Satz-Rückstand kam so etwas wie Stimmung bei den Vaihingern auf dem Feld auf. „Im fünften Durchgang haben aber auch die Schweinfurter etwas nachgelassen“, erklärt Lochmahr. Zu mehr als etwas Ergebniskosmetik hat es nicht für die Gastgeber gereicht. Gleich im nächsten Abschnitt zogen die Schweinfurter wieder an und führten schnell mit 8:4. Zwar kamen die Vaihinger noch einmal auf 7:8 und 8:9 heran. Doch ein Ass von Sagstetter und ein Punkt von Jungclaussen aus dem Rückschlag beendeten die Partie.

 

Am Tag zuvor lagen die Vaihinger in Wünschmichelbach ebenfalls im ersten Satz mit 9:6 in Führung. „Doch auch da haben wir den Durchgang nicht nach Hause gebracht“, ärgert sich Lochmahr. „Wir finden zurzeit kein probates Mittel, um aus der Angabe rauszukommen. Und nach dem verlorenen Satz war die Stimmung ähnlich im Keller wie gegen Schweinfurt-Oberndorf.“ Mit zwei souveränen Satzgewinnen zogen die Wünschmichelbacher auf 3:0 davon. „Nach der ersten Pause haben wir uns aber selbst aus dem Tief gezogen. Dazu beigetragen hat, dass die Wünschmichelbacher vier Angabenfehler in Folge geschlagen haben. Dazu haben wir zwei Mal gepunktet – und ganz schnell stand es 6:0“, berichtet der TVV-Spielertrainer.

 

„Dadurch war die Stimmung bei den Wünschmichelbachern im Keller, weil sie wohl gehofft hatten, uns mit 5:0 nach Hause zu schicken. Und prompt haben sie gleich den folgenden Durchgang ebenfalls verloren – sogar mit 2:11“, erklärt Lochmahr weiter. „Doch dann haben sie sich wieder gefangen und das Spiel letztlich souverän nach Hause gebracht.“

 

TV Vaihingen: Meyer, Kilpper, Max Winkler, Wörsinger, Tobias Rommel, Lochmahr, Krüger.


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