VKZ: TVV sammelt Punkte für den Klassenerhalt

Klarer 5:0-Sieg der Faustballer gegen den TV Waldrennach bedeutet momentan vierten Tabellenplatz in der 1. Bundesliga Süd

Von Ralph Küppers, Vaihinger Kreiszeitung, Erstellt: 29. Mai 2017

Die zwei Aufsteiger Waibstadt und Waldrennach hinter sich zu lassen, so lautet im Grundsatz der Plan des TV Vaihingen für den Klassenerhalt in der 1. Faustball-Bundesliga Süd. Gegen den TV Waibstadt hatten die Vaihinger vor einer Woche mit 5:1 gewonnen. Gestern folgte ein völlig ungefährdeter 5:0-Sieg gegen den TV Waldrennach.

 

Vaihingen. „Jetzt sollten wir noch die Rückspiele in Waldrennach und Waibstadt gewinnen“, sagt TVV-Abwehrspieler Daniel Wörsinger. „Weil wir auch gegen Rosenheim schon einmal gewonnen haben, hätten wir dann zehn Punkte.“ Das könnte unter günstigen Umständen schon reichen, erstklassig zu bleiben. Allerdings gibt Wörsinger zu, dass die Begleitumstände am gestrigen Nachmittag dem TV Vaihingen sehr entgegenkamen. Während beide Teams mit der brütenden Hitze zu kämpfen hatten, zählt er den harten Boden als Standortvorteil für die Heimmannschaft: „Der war so hart, dass Kolja Meyer ein paar Mal seine Preller spielen konnte.“ Die Bälle, die seitlich ins Publikum abspringen, ehe ein Gegenspieler sie erlaufen kann, sind sonst eher eine Spezialität des Hallenfaustballs. „Außerdem hat Waldrennach bei weitem nicht das gespielt, was die Mannschaft wohl kann“, glaubt Wörsinger. „Wenn der Ball schon nicht so hart über die Leine kommt, können wir auch viel besser unser Spiel aufziehen.“

 

Gleichwohl waren es die Vaihinger, die sich, von den ersten zwei Sätzen abgesehen, nicht allzu viele Fehler erlaubten. „Dabei waren beim TV Waldrennach am Anfang die beiden Angreifer Simon Keck und Jeremy Wuhrer noch gar nicht drin“, wundert sich Wörsinger. „Trotzdem haben wir viele Anläufe gebraucht zum Punkten.“ Als das Duo dann nach einem Vaihinger 11:7-Erfolg im ersten Durchgang eingewechselt wurde, erzielte es viele Punkte über die linke Seite des TVV. Doch auch mit dem Angriffsduo kamen die Waldrennacher im zweiten Satz nicht über sieben Punkte hinaus. Danach wurde es deutlicher. Die Gastgeber stellten sich zunehmend besser auf die Spielweise ein. Im dritten Satz führte Vaihingen schon mit 8:3, als Kolja Meyer trotz „Aus!“-Warnung den Arm ausstreckte und dem Gegner einen letzten Punkt spendierte – 11:4.

 

Bei dem heißen Wetter tat die nachfolgende Pause beiden Mannschaften gut. Die Vaihinger knüpften nahtlos an ihre Leistung vor der Unterbrechung an. Zwei Asse von Meyer – unterbrochen von einem Gegenpunkt wegen eines zu weit zugespielten Balls – legten den Grundstein für eine erneute Führung des TVV. Wuhrer und Carsten Scheerer retteten mit sehenswerten Flugeinlagen den Ball aus dem Publikum auf dem Sportplatz neben Schloss Kaltenstein. Unübertroffen war der Hechtsprung von Daniel Wörsinger im fünften Durchgang. Nach einem hohen, langen Ball, der aus der Not heraus von unten gespielt wurde und beinahe an der Grundlinie aufsprang, musste Wörsinger weit nach hinten. Da stand aber die Bande im Weg, die er im gestreckten Flug überwand, aber zwischen Bande und unsanfter Landung nicht mehr dazu kam, den Ball ordnungsgemäß zurückzuspielen. Doch dieser Spezialeffekt des fünften Satzes hatte keine Auswirkung mehr auf das Ergebnis. Satz Nummer vier war mit 11:4 an Vaihingen gegangen, Satz Nummer fünf wurde mit 11:5 gewonnen. Dazu trugen auch der eine oder andere gute Ball von Jakob Kilpper bei, die mit Druck im gegnerischen Feld landeten. Und Meyer ließ zwischendurch als Überraschungseinlage den Ball einfach mal direkt hinter der Leine runtertropfen. „Es war kein schlechtes Spiel von uns“, urteilte Wörsinger nach dem Sieg. „Aber die Mannschaft aus Waldrennach hat heute auch überhaupt nicht ins Spiel gefunden.“

 

TV Vaihingen: Meyer, Kilpper, Krüger, Lochmahr, Rommel, Wörsinger, Winkler.


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