VKZ: Gute Laune nach 3:1-Sieg gegen Bretten

Vaihinger Faustballerinnen feiern sich selbst und ihre Punkte – Debüt von Ina Kurzenberger gelungen

Von Ralph Küppers, Vaihinger Kreiszeitung, Erstellt: 29. Mai 2017

 

Vaihingen. Gab es nach dem ersten Spiel gegen den TV Segnitz – der TV Vaihingen verlor mit 0:3 – noch lange Gesichter, so hatten die Vaihinger Faustballerinnen nach ihrem Sieg im Derby allen Grund zur Freude. Den TV Bretten schlugen die Gastgeberinnen am Alten Postweg klar mit 3:1 und zeigten dabei nicht nur ein erfolgreiches Spiel, sondern auch eine gute Leistung.

 

Davon waren sie im ersten Spiel des Tages phasenweise weit weg gewesen. Im dritten Satz lief bei den Vaihingerinnen überhaupt nichts mehr zusammen. Da standen sie aber auch schon mit dem Rücken zur Wand, nachdem sie die ersten beiden Durchgänge jeweils mit 8:11 abgegeben hatten. „Die Segnitzerinnen waren eigentlich nicht besser“, berichtet Angreiferin Eva Grözinger von ihrem Eindruck. „Wir hätten die Sätze auch gewinnen können.“ Doch im ersten Durchgang, als der TVV auf 8:10 verkürzt und Segnitz eine Auszeit genommen hatte, fiel die folgende Angabe rein – der Ball von Linda Müller war zu kurz, als dass eine Vaihinger Spielerin noch erreicht hätte. Auch im zweiten Satz hatten die Gastgeberinnen nur knapp das Nachsehen. Mehrmals profitierten sie allerdings auch davon, dass beim TV Segnitz das Zuspiel viel zu nah an die Leine kam und daraus Fehler oder zumindest schwache Angriffe resultierten. Im dritten Satz war die Luft raus. Die Vaihingerinnen zeigten mehrmals Abspracheprobleme und verloren schnell mit 3:11.

 

Ganz anders das Auftreten der Gastgeberinnen dann im dritten Spiel des Tages. Zwar verloren sie den ersten Satz noch, doch auch über diesen Spielabschnitt, der mit 11:5 an den TV Bretten ging, sagt Grözinger: „Wir haben zwar verloren, aber gut gespielt.“ Richtig gut lief es vor allem in den nächsten drei Durchgängen. Bei heftig auf und ab flatternder Leine drehten die Vaihingerinnen einen 3:5-Rückstand zur 9:6-Führung. Immer wieder waren es auch Fehler der Gegnerinnen – beim 9:6 eine Angabe ins Seitenaus, beim 10:7 ein Rückschlag weit über die Grundlinie –, die für Punkte sorgten. Doch die Vaihingerinnen nahmen die Vorlage an und verwandelten ihren ersten Satzball an diesem Tag zum 11:7.

 

Grözinger brachte den TVV im dritten Satz durch ein Ass in Führung – nach dem Bodenkontakt sprang der Ball unerreichbar flach weg. Auch im weiteren Verlauf waren es mal druckvolle Bälle von Grözinger, mal aber auch Fehler der Brettenerinnen, die den Vorsprung des TVV immer größer werden ließen. Der Satz endete mit 11:5. Nach dieser guten Vorstellung liebäugelten manche mit einem Sieg, der endlich wieder Punkte für die Mission Klassenerhalt in der 1. Bundesliga bedeuten würde – erst recht, als Vaihingen schnell mit 6:2 vorne lag. Dann geriet wieder etwas Sand ins Getriebe. Marie-Therese Rothmaier rief von der Seitenlinie noch: „Die nächsten zwei Bälle sind ganz wichtig!“ Doch plötzlich stand es nur noch 6:5. Weitere Missverständnisse führten beim Stand von 9:9 zum Ausgleich, ehe Bretten zweimal Satzball hatte. Diese wurden abgewehrt, der erste für Vaihingen aber verwandelt. Es waren allerdings wieder zwei Brettener Fehler, die für die letzten zwei Punkte zugunsten des TVV führten, der mit 13:11 gewann. Grözinger freut sich nicht nur über die Punkte, sondern auch über die Leistung einer Mitspielerin, die sich beim Zuspiel auszeichnete: „Ina Kurzenberger hat bei uns heute zum ersten Mal in der 1. Bundesliga ausgeholfen. Und sie hat bockstark gespielt.“

 

TV Vaihingen: Grözinger, Kühner, Kurzenberger, Späth, Frölich.


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