VKZ: TVV-Männer lassen zu viele Chancen liegen

Nach 5:1-Sieg gegen Schlusslicht TV Waibstadt müssen sich Vaihinger beim FBC Offenburg mit 2:5 geschlagen geben

Von Michael Nachreiner, Vaihinger Kreiszeitung,  Erstellt: 22. Mai 2017

Die Faustballer des TV Vaihingen treten in der 1. Bundesliga Süd auf der Stelle. Nachdem sie den bisher punktlosen Letzten TV Waibstadt am Samstag mit 5:1 (9:11, 11:6, 12:10, 11:4, 11:9 und 11:6) besiegt hatten, verpassten sie es, etwas Abstand zwischen sich und den FBC Offenburg zu bringen. Die Vaihinger verloren in der Rheinebene mit 2:5 (5:11, 11:7, 8:11, 12:10, 9:11, 9:11 und 7:11).

 

Vaihingen. „Wenn wir mal unsere Chancen nutzen, dann gewinnen wir auch wieder solche Spiele wie in Offenburg. Aber das war unser Problem an diesem Wochenende“, zieht TVV-Spielertrainer Marco Lochmahr als Fazit. Am Samstag gegen Waibstadt hakte es vor allem im Zusammenspiel zwischen Nachwuchsmann Max Winkler und Hauptangreifer Marc Krüger. „Ich mache den beiden keinen Vorwurf. Sie spielen noch nicht so lange zusammen“, erklärt Lochmahr. „Aber am Anfang haben wir einfach nicht gepunktet. Wir sind etliche Male angerannt, hatten Bälle im Schuss, aber haben nichts daraus gemacht. Entweder waren die Zuspiele zu lang oder wir haben die Bälle nicht richtig getroffen. Das hat die Waibstadter ins Spiel gebracht. Und wenn man selbst nicht punktet, kassiert man halt irgendwann einen Ball.“

 

Dazu kam, dass die Vaihinger Waibstadts Zweitangreifer Thilo Eiermann nicht in den Griff bekamen. Er schaute sich ein ums andere Mal die Gastgeber aus und legte vor allem an Krüger entgegen dessen Laufrichtung einige Bälle vorbei. „Mit ihm hatten wir richtige Probleme“, berichtet Lochmahr. Dennoch sicherten sich die Vaihinger zwei der ersten drei Sätze. Nur den ersten Durchgang mussten sie abgeben.

 

Nach der ersten Pause wechselten die Vaihinger. Kolja Meyer übernahm den Hauptschlag von Krüger, Lochmahr ersetzte Winkler in der Mitte. Das trug sofort Früchte. Die Vaihinger zogen über 4:0 und 6:2 auf 10:3 davon. Den ersten Satzball wehrte Lucas Kiermeier mit einem ganz kurzen Stopball noch ab. Doch Meyer servierte anschließend ein Ass. „Kolja und ich spielen jetzt schon seit 14 Jahren in der ersten Liga zusammen. Das macht es einfacher“, erklärt der TVV-Spielertrainer.

 

In der Folge ließen die Vaihinger nichts mehr anbrennen, auch wenn Durchgang fünf wieder etwas umkämpfter war. Bei 10:4 im sechsten Abschnitt hatten die Gastgeber aber sechs Matchbälle. Meyer nutzte den dritten mit einem Ass. „In den Sätzen, die wir klar gewonnen haben, haben wir sehr variabel gespielt. So muss es eigentlich gegen einen Gegner wie Waibstadt laufen“, freut sich Lochmahr.

Faustball, Saison 2017, 1. Bundesliga Süd Feld Männer, TV Vaihingen, Jakob Kilpper

Einen Tag darauf in Offenburg setzte der Übungsleiter wieder auf die fünf Spieler, die in der zweiten Hälfte der Partie gegen Waibstadt überzeugt hatten. „Wir haben bewusst in der defensiven Variante mit Jakob Kilpper im Zweitschlag angefangen, weil der Platz sehr tief war“, berichtet Lochmahr. Das hat anfangs auch gut funktioniert – vor allem in den Sätzen, in denen der TVV auf der besseren Seite spielte. Lochmahr: „Es war sehr windig. Eine Seite war deutlich besser zu spielen. Es hat auch immer die Mannschaft den jeweiligen Satz gewonnen, die auf dieser Seite gespielt hat.“ Für Vaihingen waren das die Durchgänge zwei und vier.

 

Doch im nächsten geraden Satz, dem sechsten, mussten sich die Vaihinger mit 9:11 geschlagen geben. „Wir sind anfangs nicht aus der Angabe gekommen und lagen schnell mit 2:5 zurück. Bei 9:9 waren wir zwar wieder dran und hatten sogar einen Ball im Schuss. Aber wir haben nicht gepunktet. Und das hat sich gerächt“, berichtet Lochmahr. Im anschließenden Durchgang auf der schlechteren Seite haben es die Vaihinger dann nicht geschafft, den Satzausgleich zu erzielen, so dass die Partie letztlich schnell mit einem 5:2-Erfolg für die Offenburger beendet war.

 

TV Vaihingen: Krüger, Meyer, Kilpper, Max Winkler, Lochmahr, Wörsinger, Tobias Rommel.


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