VKZ: Erster Auftritt zu Hause

Von Michael Nachreiner, Vaihinger Kreiszeitung, Erstellt: 19. Mai 2017

 

TVV-Faustballerinnen treffen am Sonntag unterm Kaltenstein auf Obernhausen und Hirschfelde

 

Vaihingen. Nach vier Niederlagen an den ersten beiden Saisonspieltagen in der 1. Faustball-Bundesliga Süd ist die Situation beim TV Vaihingen klar. „Wenn wir nicht absteigen wollen, müssen beim Heimspieltag gegen den Aufsteiger TV Obernhausen und den FSV Hirschfelde Punkte her“, sagt TVV-Trainerin Marie-Therese Rothmaier. Doch das sei gar nicht das Hauptaugenmerk, relativiert sie gleich wieder. „Das Wichtigste ist, dass wir aus der Saison das Beste machen. Wir sind nur fünfeinhalb Spielerinnen. Deshalb kommt es nur darauf an, dass wir gute Spiele machen. Das ist unser Anspruch“, erklärt die Übungsleiterin. „Denn ich will die Mädels nicht unter Druck setzen. Wenn ich sage, gegen den und den können wir verlieren, aber gegen den und den müssen wir gewinnen, geht das vielleicht nach hinten los. Deshalb wäre es cool, wenn wir zwei oder sogar vier Punkte holen. Wenn aber nicht, ist das auch nicht schlimm.“

 

Die Chance war für die Vaihingerinnen in dieser Saison aber noch nie so groß, einen oder sogar zwei Siege an einem Spieltag einzufahren. Denn am Sonntag (ab 11 Uhr) geben die beiden Teams ihre Visitenkarte unter dem Kaltenstein ab, die wie die Vaihingerinnen im Tabellenkeller stehen. Der Aufsteiger TV Obernhausen hat erst einmal gewonnen – mit 3:1 gegen den TV Segnitz. Die Hirschfelderinnen stehen noch ohne Punktgewinn da, haben allerdings auch einen Spieltag weniger absolviert. „Die Obernhausenerinnen sind aber ein junges Team mit guten, talentierten Spielerinnen. Sie sind alle motiviert. Außerdem haben sie einen breiten Kader, was sie sehr variabel macht“, berichtet Rothmaier.

 

Bei den Hirschfelderinnen kommt es dagegen immer darauf an, wer überhaupt aufläuft. „Ein großes Fragezeichen gibt es da bei der ehemaligen Nationalmannschaftsangreiferin Linda Scholze. Nach ihrer Babypause sollte sie eigentlich wieder dabei sein. Aber es stellt sich die Frage, ob sie das ganz Wochenende dabei ist – die Hirschfelderinnen spielen am Samstag bereits in Calw –, ob sie nur einen der beiden Spieltage spielt oder ob sie die weite Auswärtsfahrt komplett auslässt“, erklärt die TVV-Trainerin. „Ist sie dabei, ist das ein enormer Vorteil für die Hirschfelderinnen.“ Doch auch ohne die ehemalige Nationalspielerin ist der FSV ein unangenehmer Gegner. Rothmaier: „Die Sächsinnen sind als Team sehr kompakt und kämpferisch stark. Man darf gegen sie zu keiner Zeit denken, man habe schon gewonnen.“


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