VKZ: Sonntag bei den Frühaufstehern hellwach

Von Ralph Küppers, Vaihinger Kreiszeitung, Erstellt: 2. Mai 2017

 

Vaihinger Faustballerinnen legen nach durchwachsener Vorrunde zu – Turnier für Positionstests genutzt

 

Vaihingen. Die Frauenmannschaft des TV Vaihingen hat das Frühlingsturnier unterm Kaltenstein vor allem dazu genutzt, Positionen zu testen, auf denen die verbleibenden Spielerinnen möglichst effektiv für die anstehende Saison in der 1. Faustball-Bundesliga Süd eingesetzt werden können. Dabei waren die Ergebnisse von vorneherein zweitrangig. Am Ende wurden die Gastgeberinnen beim eigenen Turnier Neunte.

 

„Gleich im ersten Spiel gegen Obernhausen waren wir gut“, berichtet TVV-Zuspielerin Natalie Lochmahr. „Da war es noch nass, wir haben nicht schlecht gespielt und mit 17:15 gewonnen.“ Doch gleich im nächsten Spiel gegen den TV Öschelbronn lief überhaupt nichts zusammen. „Wir haben zu wenig Druck gemacht und nicht aus der Abwehr raus agiert“, ärgert sich Lochmahr. „Da waren einige blöde Fehler dabei, einiges was nicht passieren darf, wenn man die Liga halten will.“ Das Ergebnis mit 10:23 war sehr deutlich. Wesentlich enger ging es gegen den TV Stammheim zu, der mit 16:14 die Oberhand behielt. „Stammheim ist für mich ein Kandidat auf den Aufstieg in die 1. Bundesliga“, sagt die Zuspielerin des TV Vaihingen, die selbst in wenigen Tagen für zwei Monate nach China fliegt und damit für die gesamte Feldsaison ausfällt. „Darum habe ich beim Turnier auch nur drei Spiele mitgespielt und ab dann von der Linie aus zugeschaut“, sagt sie. Gegen die Spitzenmannschaften TSV Jona (Schweiz) und TSV Calw waren die Ergebnisse in den Gruppenspielen mit 10:23 und 13:19 deutlich. „Aber wir haben gegen diese Mannschaften doch recht gut mitgehalten“, sagt Lochmahr, die bei diesen Spielen schon nicht mehr auf dem Feld stand. „Unsere Angreiferin Eva Grözinger hat in den Spielen ein bisschen befreiter aufgespielt. Wir hatten keinen Druck, gewinnen zu müssen. Das war gut.“

Christina Koch

Weil sie die Vorrundengruppe als Fünfter von sechs abgeschlossen hatten, mussten die Vaihingerinnen am Sonntagmorgen schon um 9.20 Uhr wieder ran. Erst stand ein Qualifikationsspiel auf dem Programm, um zu klären, ob der TVV um den neunten oder um den elften Platz spielt. Die Partie gegen Neuendorf ging mit 23:16 an Vaihingen. „Da war es morgens wieder nass und wir haben einige gute Punkte gemacht“, freut sich Lochmahr. „Neuendorf ist aus der Abwehr heraus aber auch längst nicht so stark wie Calw oder Obernhausen.“ Die Vaihingerinnen zogen ihr Spiel konsequent durch und ließen nicht nach. Somit trafen sie im Platzierungsspiel um Rang neun erneut auf Gruppengegner TV Obernhausen. „Das ist ein direkter Konkurrent in der Liga“, sagt Lochmahr. „Wir haben ein bisschen was getestet. Und wir haben mit 20:16 gewonnen.“ Damit war das Turnier für die Vaihingerinnen zwar kein Anlass für große Jubelstürme, aber angesichts der Umstellungen zeigt sich die bisherige Zuspielerin doch zufrieden – vor allem, weil am Sonntag eine deutliche Steigerung gegenüber dem ersten Turniertag zu erkennen war.

 

Im Endspiel des Frühlingsturniers standen sich mit dem TSV Jona und dem TSV Calw zwei Mannschaften gegenüber, die in ihrem jeweiligen Land zur Spitzenklasse gehören. Beide hatten sich aus der Vorrundengruppe der Vaihingerinnen durchgesetzt. Jona behielt mit zwei Sätzen (11:4 und 11:7) die Oberhand und holte sich den Turniersieg.


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