VKZ: Ziel des TV Vaihingen bei Heim-DM ist eine Medaille

Von Ralph Küppers, Vaihinger Kreiszeitung, Erstellt: 24. März 2017

U-18-Trainer Marco Lochmahr: „Erster zu werden, ist aber sehr, sehr schwierig“ – TVV richtet nationale Titelkämpfe der Junioren im Hallenfaustball aus

„Unsere Mannschaft hat sich in den letzten paar Wochen so gut entwickelt, dass sie auf jeden Fall ums Halbfinale mitspielen kann“, gibt sich TVV-Trainer Marco Lochmahr zuversichtlich. Die Vaihinger Faustballer richten am Samstag und Sonntag die deutsche Meisterschaft der U 18 in der Halle aus. Ziel der Gastgeber ist eine Medaille.

 

Vaihingen. Für Marco Lochmahr gibt es vor allem zwei Favoriten bei der U-18-DM. Beide spielen in der Vorrundengruppe des TV Vaihingen – der TV Brettorf und seine eigene Mannschaft. „Unsere Spieler haben entscheidende Fortschritte gemacht“, sagt der TVV-Trainer, der selbst jahrelang Nationalspieler war. „Ich halte die Mannschaft für so fit, dass die gut das Halbfinale erreichen kann. Ich denke, eine Medaille holen wir uns. Das Ziel Erster zu werden, ist aber sehr, sehr schwierig.“ Denn bei einem Spiel auf zwei Gewinnsätze in der K.o.-Phase der nationalen Titelkämpfe reicht ein kleiner Durchhänger, um aussichtslos in Rückstand zu geraten. „Wenn alles nach Plan läuft, spielen wir gegen Brettorf im Finale“, sagt Lochmahr. Die Mannschaft der Gastgeber hat mit Johannes Jungclaussen einen U-18-Nationalspieler in ihren Reihen und gleich mehrere Spieler, die in der 1. Bundesliga Süd zum Einsatz kommen. „Nationalspieler haben auch Wünschmichelbach und Brettorf“, sagt Lochmahr. „Viel entscheidender ist aber, dass man fünf fähige Leute auf dem Feld hat.“ Doch natürlich sei es ein großer Vorteil, wenn die Nachwuchsspieler selbst – oder zumindest ihre Trainingspartner – Erfahrung in der 1. Bundesliga haben. Das gelte neben den Mannschaften aus Vaihingen und Brettorf beispielsweise für den TV Wünschmichelbach. Aber auch für den TV Waibstadt, der gemeinsam mit Vaihingen in Gruppe B spielt. „Waibstadt hat eine sehr kompakte Mannschaft, in
der kein großer Schwachpunkt zu identifizieren ist“, sagt Lochmahr bei einer Analyse der Vorrundengegner. „In Waibstadt mangelt es aber an den überragenden zwei, drei Spielern, die den Unterschied ausmachen.“ Der SV Kubschütz dürfte dem TVV keinen Strich durch die Rechnung machen, hofft Lochmahr: „Die Mannschaft hat einen sehr guten Angreifer. Ich weiß aber nicht, ob er schon wieder fit ist. Aber es gibt Probleme in der Hintermannschaft.“ Gegen Kubschütz bestreiten die Vaihinger ihr erstes Spiel am Samstag gegen 12 Uhr. Einen genauen Zeitplan gibt es indes nicht, weil nach Turnierbeginn um 9 Uhr ein Spiel aufs andere folgen soll, ohne größere Lücken aufreißen zu lassen. In ihrer zweiten Begegnung des Tages treffen die Vaihinger auf die Berliner Turnerschaft. „Die Berliner steigern sich zwar von Jahr zu Jahr, aber ihnen fehlt die starke Runde, die wir im Süden haben“, sagt Lochmahr, der auf einen Sieg für sein Team tippt. Im letzten Spiel des Tages messen Vaihingen und Brettorf ihre Kräfte. „Brettorf hat auch Spieler in der 1. Bundesliga“, berichtet Lochmahr. „Und die Mannschaft hat einen sehr groß gewachsenen Angreifer, der unseren an der Leine überlegen sein wird. Insgesamt ist kein Schwachpunkt auszumachen, die Mannschaft ist auf jeder Position hervorragend besetzt.“ Darum gelten die Brettorfer für den TVV-Trainer mit als Titelfavorit. „Es ist gut, dass wir erst am Samstagabend gegeneinander spielen, wenn man den Gegner schon studieren konnte. Ich hoffe, dass wir dann ein bisschen besser studiert haben.“ Dass die Spieler die Vorgaben ihrer Trainer dann auch umsetzen können, daran zweifelt Lochmahr nicht. „Gerade im Angriff treffen Jakob Kilpper und Johannes Jungclaussen zum Großteil auch dahin, wohin sie treffen wollen“, freut er sich. „Und die Abwehrspieler kennen aus dem Training mit der Bundesligamannschaft harte Bälle und sind es gewöhnt, dorthin zu verschieben, wo es richtig ist.“

 

Als Favorit in Gruppe B nennt Lochmahr den NLV Vaihingen, der aus Stuttgart die kürzeste Anreise an die Enz hat. Die weiteste hat der TSV Lola aus Schleswig-Holstein. Ein festgelegtes Abendprogramm wird es bei der DM in Vaihingen nicht geben, wohl aber eine Party im Foyer der Sporthalle am Alten Postweg am Samstagabend – gleichermaßen für Spieler wie für ihre mitgereisten Schlachtenbummler und alle anderen Gäste. Die offizielle Begrüßung der Mannschaften wird am Samstag TVV-Präsident Frank Hertfelder übernehmen, schätzungsweise kurz vor 12 Uhr. Danach wird auch der TVV ins Turnier einsteigen. Am Sonntag sind schätzungsweise gegen 12 Uhr die Halbfinalspiele. Davor waren schon von 9 Uhr an Überkreuz- und Qualifikationsspiele sowie die Platzierungsspiele um die Ränge sieben bis zehn.


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