VKZ: Vaihingen hat nichts zu verschenken


Von Michael Nachreiner, Vaihinger Kreiszeitung, Erstellt: 3. Februar 2017

 

TVV-Faustballer wollen sich nicht durch Satzverluste beim TV Stammheim Minimalchance auf DM-Teilnahme zunichtemachen

 

Der TV Stammheim mit den Vaihingern Maximilian und Christian Gayer kämpft noch um den Klassenerhalt in der 1. Faustball-Bundesliga Süd. Zu verschenken hat der TV Vaihingen aber nichts, wenn er an diesem Samstag (19 Uhr) im Stuttgarter Norden antritt. Der TVV will die Minimalchance der DM-Teilnahme ergreifen.

 

Stammheim/Vaihingen. Mit Maximilian und Christian Gayer tragen aktuell zwei Vaihinger das Trikot des TV Stammheim. TVV-Hauptangreifer Marc Krüger lief ebenfalls schon für den Club aus dem Stuttgarter Norden auf, feierte mit dem TVS sogar seinen größten sportlichen Erfolg. Er wurde Deutscher Hallenmeister. Trotz der freundschaftlichen Bande zwischen den beiden Vereinen geht es für den TV Vaihingen beim Gastspiel in Stammheim an diesem Samstag darum, die Gastgeber möglichst hoch zu schlagen. „Wenn man davon ausgeht, dass der TV Schweinfurt-Oberndorf gleich schlecht gegen den TSV Pfungstadt aussieht wie wir, dann sind wir drei Sätze hinter den Unterfranken“, berichtet TVV-Spielertrainer Marco Lochmahr. „Das heißt, wir müssen in unseren drei Spielen die drei Sätze aufholen.“ Nur so haben die Vaihinger noch die Chance, das Ticket zur DM-Endrunde zu lösen. „Wenn wir aber nur 5:3 gegen die Stammheimer gewinnen, die Oberndorfer, die auch noch gegen den TVS antreten müssen, aber mit 5:0, dann ist die Sache durch“, fährt Lochmahr fort.

 

Deshalb fordert er von sich und seinen Mannschaftskameraden, von der ersten Minute an Vollgas zu geben. „Jeder Satz ist Gold Wert“, weiß der Übungsleiter. Die Stammheimer reiten aber aktuell auch auf der Erfolgswelle. Vor zwei Wochen gewannen sie beim MTV Rosenheim. Und am vergangenen Wochenende nahmen sie dem TV Schweinfurt-Oberndorf drei Sätze ab. „Die Stammheimer weisen gerade eine gute Form auf. Wir alle kennen die schwierig zu spielende Halle in Rosenheim. Und dennoch haben die Stammheimer dort gewonnen“, berichtet Lochmahr. Damit ist der Klassenerhalt für die Stuttgarter wieder zum Greifen nahe. Mit dem Vierten, dem FBC Offenburg, und dem Fünften, dem MTV Rosenheim, ist der TVS nach Minuspunkten gleichauf. Der auf dem ersten Nichtabstiegsplatz liegende TV Käfertal weist sogar zwei Minuspunkte mehr auf. Dass die Stammheimer auf dem Abstiegsrang geführt werden, liegt nur daran, dass sie zwei Spiele weniger haben.

 

Schwierig sind die Stuttgarter aber auch zu spielen, weil „sie eine ähnliche Spielweise wie wir haben“, erklärt Lochmahr. „Sie haben mit Ueli Reißner einen großen Angreifer, der gut am Block ist. Und sie versuchen, ihren Angreifer vorne in Szene zu setzen, und nicht, den Ball auf zwei, drei Meter zu stellen und die Lücke zu suchen.“ Deshalb haben die Vaihinger auch noch mal an ihrer Sprungkraft gearbeitet, „um uns da einen Tick abzusetzen“, sagt der Trainer. „Denn wie schwierig es gegen die Stammheimer sein kann, das haben wir im Hinspiel gesehen. Obwohl Ueli Reißner gefehlt hat, haben wir beinahe Sätze abgegeben.“


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