VKZ: Punkte gegen den TV Käfertal lassen Vaihinger strahlen


Von Ralph Küppers, Vaihinger Kreiszeitung, Erstellt: 5. Dezember 2016

 

Faustballer erkämpfen sich 5:3 in heimischer Halle, weil in den letzten Sätzen genug Druck aufgebaut wird – 1:5 in Schweinfurt

 

Drei klare Sätze am Ende eines abwechslungsreichen Faustballmatches lösen bei den Faustballern des TV Vaihingen und ihren Anhängern riesigen Jubel aus. Nach 2:3-Satz-Rückstand drehten sie gestern das Spiel gegen den TV Käfertal zum 5:3-Sieg. Dieser nicht fest eingeplante Punktgewinn ließ die 1:5-Niederlage vom Vorabend beim TV Schweinfurt-Oberndorf beinahe in Vergessenheit geraten.

 

Vaihingen. Dass gegen Schweinfurt-Oberndorf nicht viel zu holen sein würde, hatte TVV-Spielertrainer Marco Lochmahr schon vor dem Auswärtsspiel am Samstagabend erwartet. Hinter dem TSV Pfungstadt ist der TVO momentan die Nummer zwei in der Südstaffel der 1. Bundesliga. Allerdings folgt der TV Vaihingen punktgleich auf Rang drei. In Schweinfurt machten es die Vaihinger in gleich zwei Sätzen spannend, die sie letztlich aber mit 11:13 und 10:12 verloren. Bei 0:4-Satz-Rückstand holten sie sich den fünften Durchgang mit 11:6, ehe die Gastgeber im sechsten mit 11:9 alles klar machten.

 

Wesentlich spannender ging es gestern in der Halle am Alten Postweg zu. Einem klar gewonnenen ersten Durchgang, in dem Käfertals Schlagmann Nick Trinemeier ungewöhnlich viele Fehler unterliefen, folgten vier hart umkämpfte Sätze. „Der Anfang war sehr untypisch für Nick“, berichtet Lochmahr. Doch die Vaihinger nahmen das 11:6 gerne mit. Im zweiten Satz lag der TVV schon mit 5:10 zurück, als die Gäste erneut in eine Fehlerserie verfielen. Nach mehreren misslungenen Angriffen setzten sie zwei Angaben in die Leine und eine ins Aus – 9:10. Als sie mit der nächsten den Vaihinger Angreifer Marc Krüger aus dem Spiel nahmen, machte eben Johannes Jungclaussen den Punkt. Er zeigte sich auch gestern äußerst sprunggewaltig gegen die Kontrahenten, die teils mehr als einen Kopf größer waren als er. Allerdings war mehr als der Ausgleich zum 10:10 nicht mehr drin, Käfertal gewann mit 12:10.

 

Im dritten Durchgang zeigte Käfertals Käptn Dominik Mondl vollen Einsatz, als versuchte, nach einer versprungenen Annahme den Ball noch zu retten, der in der zweiten Reihe der Zuschauertribüne einschlug – letztlich wenige Zentimeter außerhalb der Reichweite Mondls. Vaihingen gewann mit 11:9. Der vierte Durchgang ging wieder an die Gäste. „Wir haben kaum direkte Punkte aus der Angabe gemacht“, ärgert sich Lochmahr. „Und wir haben uns viel zu viel in die Defensive drängen lassen, weil wir nie richtig Druck aufgebaut haben.“ Und als Daniel Wörsinger beim Stand von 9:7 einem Ball ausweichen wollte, der ins Aus ging, berührte er das Leder doch noch. Statt 10:7 stand es nur 9:8 für den TVV. Bei keinem Vaihinger war der Jubel so groß wie bei Wörsinger, als im nächsten Spielzug Krüger mit einem gelungenen Angriff die 10:8-Führung und zwei Satzbälle herausspielte. Doch dann scheiterte Jungclaussen am Block und Krüger schlug eine Angabe in die Leine und die nächste ins Aus, der Satz war mit 10:12 verloren. Die Durststrecke der Vaihinger dauerte noch genau 19 Punkte. Dann war auch der fünfte Satz verloren, Käfertal führte mit 3:2.

 

Ab dann zeigten sich die Gastgeber voll konzentriert und setzten den Gegner konsequent unter Druck. Egal ob mit der Angabe oder dem Rückschlag, für Käfertal wurde es nie wieder einfach, die Bälle überhaupt sicher unter Kontrolle zu bringen. Beim ersten Ball in dieser drei Sätze dauernden Schlussphase regte sich Trinemeier auch noch auf, weil einer seiner Auswechselspieler den Ball wegfaustete, der auf die Zuschauertribüne flog – ob ihn der Angreifer noch hätte erlaufen können, wurde aber nicht lange diskutiert. Mit Kolja Meyer im Angriff, der einige Preller in Richtung Wand, aber auch ein paar in Richtung Tribüne schlug, kam der TVV zu einem ungefährdeten 11:4-Erfolg im sechsten Satz. Danach zeigten die Vaihinger volles Selbstvertrauen und machten mit 11:4 und 11:6 den Sack zu.


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