VKZ: Schrecksekunde bei Verletzung von Laura Kühner


Von Michael Nachreiner Erstellt: 13. Juni 2016

Faustballerin springt Kniescheibe raus – TVV holt zwei 3:0-Siege

 

Öschelbronn/Vaihingen. Es sind gerade einmal zwei Angaben im zweiten Satz des Spiels zwischen dem TV Vaihingen und dem TV Unterhaugstett beim Spieltag der 1. Faustball-Bundesliga Süd absolviert. Da verdrehte sich Laura Kühner, die auf der Seite von Marie-Therese Rothmaier in der Abwehr spielte, das Knie. „Die Kniescheibe ist richtig weggestanden“, berichtet Rothmaier, die Vaihinger Hauptangreiferin und -Spielertrainerin. Sofort wurde das Spiel unterbrochen und ein Notarzt verständigt. Denn niemand auf dem Sportplatz in Öschelbronn wollte das Risiko eingehen, die TVV-Abwehrspielerin zu bewegen. „Ich hätte nicht die Verantwortung übernommen, sie vom Feld zu tragen“, sagt Rothmaier. Da rückten die beiden Siege in den Hintergrund. Die Vaihingerinnen gewannen gegen den TV Unterhaugstett mit 3:0 (11:7, 11:9 und 11:9) sowie gegen den TV Öschelbronn mit 3:0 (11:5, 11:9 und 11:7).

 

Ein Sanitäter drückte Kühner die Kniescheibe dann wieder rein, bevor sie ins Krankenhaus gefahren wurde. Letztlich aber ein wenig Entwarnung. Kühner darf das Bein belasten. Auf einem Röntgenbild sah man wohl keine Absplitterungen am Knochen. „Mit einem MRT muss noch geklärt werden, inwieweit die Bänder in Mitleidenschaft gezogen wurden“, sagt Rothmaier. „Aber ich denke, dass sie vielleicht bei unserem letzten Spieltag Anfang Juli schon wieder spielen kann.“

 

Die schwere Verletzung von Kühner, für die Corinne Meyer ins Spiel kam, blockierte zunächst die Vaihingerinnen etwas. „Das hat uns schon unterbewusst gehemmt. Die Unterhaugstetterinnen hatten aber auch nichts zu verlieren und haben gekämpft bis zum Umfallen“, erzählt Rothmaier. Nach einem 11:7 im ersten Satz gewannen die Enzstädterinnen die beiden folgenden Durchgänge nur noch jeweils mit 11:9. „Wenn der Gegner nicht ganz so stark, dann passen wir uns immer ein bisschen an das Niveau an.“, bemängelt die TVV-Spielertrainerin. „Doch letztlich haben wir das Spiel mit unserer Routine nach Hause gebracht. Entweder hat die Abwehr oder die Angabe gepasst.“

 

Die zweite Partie gingen die Vaihingerinnen dann konzentrierter an. „Wir konnten den Schalter, auch im Kopf, umlegen“, sagt Rothmaier. Nach dem relativ souveränen ersten Satz gerieten die Vaihingerinnen aber wieder etwas ins Schwimmen. „Der zweite Durchgang – es hatte auch angefangen zu regnen – war ausgeglichen. Doch entweder hat die Abwehr einen entscheidenden Ball rausgeholt oder aber die Angabe hat gepasst“, berichtet Rothmaier. Im dritten Satz ließen die Enzstädterinnen dann nichts mehr anbrennen. „Die ein, zwei Bälle, die man auf einem nassen Rasen abholen kann, haben wir abgeholt“, erklärt die TVV-Spielertrainerin.

 

TV Vaihingen: Rothmaier, Reiners, Lochmahr, Kühner, Späth, Meyer, Grözinger.


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