VKZ: Schweiz ist eine Herausforderung für die Offensive


von Michael Nachreiner, Vaihinger Kreiszeitung, 29.04.2016

 

Defensive zeichnet Eidgenossinnen aus – Länderspiel unterm Kaltenstein

Das WM-Jahr beginnt für die deutsche Faustball-Nationalmannschaft der Frauen mit einem Länderspiel unterm Kaltenstein. Am morgigen Samstag (19 Uhr) stehen sich der Weltmeister Deutschland und die Schweiz auf dem Sportplatz am Alten Postweg gegenüber – noch vor dem Beginn der Feldrunde. Für Silke Eber kein Problem. „Wir hatten den Kader schon in der letzten Woche in Ahlhorn zu einem Trainingslager zusammengezogen. Schon dort haben wir festgestellt, dass das Niveau sehr hoch ist“, berichtet die Bundestrainerin. „Doch ein Länderspiel ist noch einmal etwas ganz anderes als ein Trainingslager. Die Drucksituation für die Spielerinnen ist eine ganz andere. Deshalb wollen wir jetzt in Vaihingen den Ernstfall proben.“

Wunderdinge erwartet die Übungsleiterin aber noch keine von ihren Spielerinnen. Zum einen tritt sie mit einem sehr ausgedünnten Kader von sechs Akteurinnen an. „Wir greifen nur auf die Spielerinnen aus der Südstaffel der 1. Bundesliga zurück, die sowieso das Frühlingsturnier des TV Vaihingen bestreiten. Das betrifft aktuell allerdings auch nur zwei Mannschaften, den TSV Dennach und den TSV Calw. Die Nationalmannschaft ist stark nordlastig. Im 21er-Kader stehen nur fünf Spielerinnen aus dem Süden, aber 16 aus dem Norden. Außerdem hat noch Angreiferin Alica Erlenmayer aus beruflichen Gründen abgesagt“, berichtet Eber. Die restlichen Nationalspielerinnen spielen zudem zeitgleich beim TK Hannover mit ihren jeweiligen Heimatvereinen eines der größten Vorbereitungsturniere auf die Feldsaison in Deutschland. Zum anderen „stehen sowohl wir als auch die Schweizerinnen erst am Ende der Vorbereitung auf die Feldrunde. Zu diesem frühen Zeitpunkt in der Saison muss man Abstriche machen. Da kann noch nicht alles perfekt funktionieren“, weiß die Bundestrainerin.

Das soll aber kein Freifahrschein für die Nationalspielerinnen sein. „Der erweiterte Kader besteht aus 21 Spielerinnen. Den werde ich am heutigen Freitag schon auf 15 reduzieren. Doch nur zehn fahren im Oktober zur WM nach Brasilien. Das Länderspiel in Vaihingen ist also eine weitere Möglichkeit, sich zu empfehlen“, berichtet Eber. „Außerdem wird es auch darum gehen, Spielzüge auszuprobieren.“

Auf das Duell mit den Eidgenossinnen freut sich die Übungsleiterin besonders. „Die Schweiz ist einer unserer Hauptgegner bei Titelkämpfen“, berichtet Eber. „Schon seit Jahren zeichnet die Mannschaft ihre Defensive aus. Es wird also eine Herausforderung, diese zu durchbrechen. Vor allem unsere Angreiferinnen sind stark gefordert.“

 


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