Großes Spiel vor großem Publikum mit großer Stimmung

 

Am Samstagabend standen sich die zwei Spitzenteams, der TV Vaihingen/Enz und der FBC Offenburg gegenüber. Der Sieger dieses Spieles konnte die Tür zur Deutschen Meisterschaft weit aufstoßen.

Im ersten Satz waren die Vaihinger noch nicht richtig auf dem Platz, da war dieser nach einem fulminanten Beginn der Offenburger schon wieder beendet. Jedoch änderte sich das Spiel im zweiten Satz gewaltig. Vaihingen erhöhte die Punktequote aus den Rückschlägen und Marc Krüger machte zudem immens  viel Druck aus der Angabe. Dadurch ging der zweite Satz mit 11:7 an den TV Vaihingen. Der nächste Satz war heiß umkämpfte, beide Mannschaften wollten diesen 3. Satz unbedingt gewinnen. Offenburg erspielte sich zwei Satzbälle, jedoch brachte es den Gäste nichts, denn Vaihingen erkämpfte sich den Ausgleich und durch zwei sehenswerte Punkte machten sie den Sack zu und gewannen den Satz mit 12:10. Somit ging Vaihingen mit einer 2:1 Satzführung in die Satzpause. Nach der Satzpause kamen die Vaihinger entgegen Ihrer Angewohnheit in aller Frische wieder auf den Platz und zeigten den Gästen eindrucksvoll dass man nicht gewollt war Punkte zu verschenken und gewannen den Abschnitt mit 11:8. Im 5. Satz drehten sie Vaihinger ein Gang runter und das nutzte Offenburg sofort aus. Vaihingen verlor den Satz mit 6:11. Nach diesem Satzverlust rappelten sich die Vaihinger wieder auf und gewannen den nächsten Satz durch starke Angaben und guten Rückschlägen mit 12:10. Im letzten Satz versuchten die Offenburger nochmals alles, sie riskierten viel  machten dadurch aber viele Fehler. Der Satz ging durch konsequentes Spiel von Vaihinger Seite mit 11:4 an den TVV. Die Stimmung in der Halle war wie das Spiel überragend.

 

Es spielten: Marc Krüger, Kolja Meyer, Tobias Rommel, Marco Lochmahr, Daniel Wörsinger, Max Winkler, Jakob Kilpper, Johannes Jungclaussen

 

Aus der VKZ vom 15.02.2016

Faustballer stoßen Tor zur DM weit auf

5:2-Heimsieg gegen den FBC Offenburg beschert dem TV Vaihingen vorläufig Rang zwei – Zuschauer sorgen für Stimmung in der Halle

Von Ralph Küppers Erstellt: 15. Februar 2016

 

Ungwohnt viele Blocksituationen (hier mit Kolja Meyer und Sven Muckle) sorgten für Stimmung auf dem Feld und auf den Rängen. Foto: Küppers

Vaihingen. „Ein Spiel müssen wir noch gewinnen, wenn wir zur deutschen Meisterschaft fahren wollen“, sagt Spielertrainer Marco Lochmahr unmittelbar nach dem Sieg gegen Offenburg, der ursprünglich gar nicht einkalkuliert war. „Wir spielen noch gegen Pfungstadt und gegen Käfertal.“ Also muss Vaihingen wohl am nächsten Samstag gegen den TV Käfertal gewinnen, denn einen Sieg gegen Serienmeister TSV Pfungstadt schließt Lochmahr weitgehend aus. „Vielleicht holen wir einen Satz, vielleicht auch mehrere“, sagt er. Die Qualifikation für die DM-Endrunde muss vorher gelingen. Dass es für den TVV, der in erster Linie den Klassenerhalt in der 1. Bundesliga sichern wollte, überhaupt noch einmal spannend wurde, liegt an den aktuellsten Resultaten.

Beim Kräftemessen mit dem FBC Offenburg gingen in der Halle am Alten Postweg zunächst die Gäste in Führung. Vaihingen lag schnell mit 3:9 zurück, holte noch zwei Punkte und verlor den ersten Durchgang dann mit 5:11. Doch ab dann drehten die Gastgeber auf. Marc Krüger war an den Angaben druckvoll und sicher, was die Offenburger Abwehr gewaltig forderte. Und auch wenn der groß gewachsene Vaihinger mal eine oder sogar zwei Angaben ins Aus setzte, ließ er in Kraft und Risiko nicht nach, sondern belohnte seinen Mut im dritten Anlauf mit einem Ass. „Marc hat fast keine Fehler bei der Angabe gemacht“, lobt Lochmahr. „Und auch defensiv hat er gut gespielt und ein paarmal noch die Hand an den Ball bekommen.“ Die Vaihinger holten immer wieder wichtige Punkte durch reflexartige Bewegungen. So auch Tobias Rommel, als er auf dem falschen Fuß erwischt wurde, aber gerade noch mit ausgestrecktem Arm an den Ball kam. Irgendwie schaffte es Lochmahr, den Ball so zu Kolja Meyer zu spielen, dass er ihn als Preller verwerten konnte. Vaihingen führte im zweiten Durchgang mit 10:7, ein Ass von Krüger beendete den Satz. Im dritten Satz mussten die Gastgeber ständig einem Rückstand hinterherlaufen – 3:5, 4:7 und 7:10 stand es. Doch Offenburg verwertete keinen seiner drei Satzbälle. Allerdings hatte der TVV auch Glück. Erst gelang Meyer ein Preller wie im Bilderbuch, wobei der Ball erst oberhalb der Tribüne an die Wand schlug. Dann entschied der Schiedsrichter in einer Blocksituation auf Leinenberührung durch einen Gästespieler. Schließlich berührte der Ball nach der Annahme durch die Offenburger Abwehr die Decke und musste mit einem Schlag von der Grundlinie ins Vaihinger Feld befördert werden, wobei er die Leine berührte – 10:10. Zwei weitere Punkte für Vaihingen, die Gastgeber gingen mit einer 2:1-Satz-Führung in die erste Pause.

Spektakuläre Ballwechsel und der unerwartete Erfolg der Vaihinger wurden am Samstagabend auch vom Publikum honoriert. Die rund 200 Zuschauer machten ordentlich Stimmung in der Halle. „Das war endlich mal wieder so, wie es vor sechs oder sieben Jahren normal war“, freute sich Lochmahr über die Unterstützung von der Tribüne. „So müsste es eigentlich immer sein.“ Daniel Wörsinger kletterte gleich zu Beginn des vierten Satzes auf die Tribüne, um einen Ball noch zu erwischen – mit Erfolg. Einen versprungenen Ball musste Rommel mit der dritten Berührung auf Vaihinger Seite von der Grundlinie über die Leine befördern – ebenfalls erfolgreich. Er überlupfte damit sogar den Offenburger Abwehrspieler, der leicht irritiert dreinschaute. Auch wenn noch zwei Angaben zwischen Lochmahr und Rommel durchgingen, war Satz vier kein Problem (11:8). Im fünften Durchgang zogen die Vaihinger mit 6:11 den Kürzeren, gewannen dann aber den sechsten wieder (12:10). Beim Ball zum 6:2 waren zwar die Rollen in der Vaihinger Mannschaft durcheinander geraten – nach Annahme von Meyer stellte Krüger den Ball auf den etatmäßigen Zuspieler Lochmahr, der das Leder über die Leine schlug und damit direkt punktete – aber die Mannschaftsleistung war gut und bescherte dem TVV den denkbar knappen Satzgewinn. „Bis auf den ersten und den letzten Satz konnte eigentlich nie eine Mannschaft durchatmen“, berichtet Lochmahr. „Das war sehr spannend, für uns und für die Zuschauer.“ Den letzten Satz sicherten sich die Vaihinger mit einem klaren 11:4. „Stefan Konprecht hatte im ganzen Spiel eine extrem gute Quote“, resümiert Lochmahr. „Bei seinem Rückschlag hatten wir nur wenig Abwehrchancen.“

TV Vaihingen: Meyer, Krüger, Lochmahr, Wörsinger, Rommel, Winkler, Kilpper, Johannes Jungclaussen.


Kommentar verfassen