Durchwachsener Leistung in Offenburg folgte souveräner Auftritt gegen Käfertal

Am Samstagabend standen sich der TV Vaihingen/Enz und der FBC Offenburg in Offenburg gegenüber. Im ersten Satz starteten die Vaihinger sehr gut ins Spiel und konnte sich immer wieder mit 2 Punkten absetzen. Leider gelang es nicht den Sack zuzumachen, durch unnötige Eigenfehler lies  man Offenburg kurz vor Satzende herankommen und musste dadurch den Satz den Gastgebern überlassen. Im darauffolgenden  Spielabschnitt fing man da an wo man im Einführungssatz aufgehört hatte und verlor auch diesen mit 11:8. Wer jetzt gedacht hatte  die Vaihinger würden das Spiel kampflos herschenken rieb sich in den nächsten beiden Sätzen verwundert die Augen. Denn plötzlich spielten die Gäste aus der Enzstadt wie aus einem Guss und gewannen Durchgang 3 und 4 jeweils mit  11:8. Ab dem 5. Satz gab es für die Vaihinger Angreifer kein durchkommen mehr und die Offenburger Abwehrspieler brachten ihre Angreifer immer wieder in gute Schlagpositionen welche diese auch nutzen und die restlichen Sätze deutlich gewannen (11:6, 11:3, 11:6).

 

Am Sonntag stand dann Spiel Nr. 2 an diesem Wochenende gegen den TV Käfertal an. Die Gäste in Blau mußten auf Ihren etatmäßigen Hauptschläger verzichten. Dessen Aufgabe teilten sich nun Cedrik Trinemeier der die Angabe übernahm und Christian Gillmann am Rückschlag. Die wuchtigen Angaben des U-18 Weltmeisters Trinemeier und die immer wieder gut geschlagenen Rückschläge von Gillmann setzten die Vaihinger immer wieder vor lösbare aber in manchen Situationen auch unlösbare Probleme. Auch gab es in diesem ersten  Satz einige sehr umstrittene Entscheidungen des Schiedsrichters die aber beide Mannschaft mal bevorzugten mal benachteiligten. Als der Satz mit 15:13 für Vaihingen zu Ende ging waren die ca. 150 Zuschauer froh das der Satz bei den Gastgebern blieb. Die Sätze 2 und 3 waren eine sichere Beute der Vaihinger Mannschaft und gingen mit 11:4 und 11:8 sicher auf das Konto der Heimmannschaft.  Nach dem Pausentee waren die Gastgeber gedanklich noch gar nicht richtig auf dem Feld  als die Käfertaler schon mit 3 Punkten führten. Am Ende kämpften die Vaihinger sich durch Abwehren von 3 Matchbällen doch noch in die Satzverlängerung,  musste aber durch unnötige und überhastete Aktionen dem Gegner bei  diesem Satz mit 14:12 den Vortritt lassen. Mit diesem Satzgewinn hatten die Kurpfälzer aber Ihr Pulver verschossen und mussten in den nächsten beiden Sätze deutlich mit 11:2 und 11:5 dem TVV den Vortritt lassen. Am Ende stand es 5:1 für die Vaihinger.

Noch erwähnenswert war die Aktion von Christian Gillmann dem Käfertaler Angreifer der eine Fehlentscheidung des Schiris (der Referee hatte auf Block entschieden was alle Zuschauer in der Halle mit Verwunderung  zur Kenntnis nahmen) beim selbigen richtigstellte und dafür von allen Zuschauern und den Vaihingern Spielern den verdienten Applaus bekam. Zumal diese Entscheidung zu einem Zeitpunkt kam als der Satz noch nicht entschieden war. Vielen Dank nochmals für diese sehr faire Geste.

 

Großes Fragezeichen Marco in Ekstase Marc Angabe Hanni in froher Erwartung

 

 

Hier der Bericht der VKZ vom 21.12.2015

TVV sichert seinen Platz im Mittelfeld

Faustballer gewinnen vor heimischem Publikum gegen stark spielenden Tabellennachbarn aus Käfertal – 2:5-Niederlage in Offenburg

Von Ralph Küppers Erstellt: 21. Dezember 2015

TVV sichert seinen Platz im Mittelfeld

Marc Krüger (links) nutzt eine der zahlreichen Blocksituationen gegen Käfertals Nummer eins Christian Gillmann zum Punktgewinn.

Foto: Küppers

Mit einer soliden Leistung gegen stark aufspielende Gäste aus Käfertal hat der TV Vaihingen gestern seinen Anspruch in der 1. Faustball-Bundesliga Süd untermauert. Mit den Abstiegsplätzen wollen die Vaihinger nichts zu tun haben – ganz nach oben reicht es nach der 2:5-Niederlage beim FBC Offenburg aber in dieser Saison auch nicht.

Vaihingen. „Wir können froh sein, dass wir das Spiel mit 5:1 gewonnen haben“, fasst Kapitän und Spielertrainer Marco Lochmahr zusammen, wie er die Begegnung mit dem TV Käfertal empfunden hat. „Die Käfertaler haben heute auf sehr hohem Niveau gespielt und uns nichts geschenkt.“ Das zeigte sich schon im ersten Satz, der erst mit 15:13 an die Hausherren in der Sporthalle am Alten Postweg ging. „Käfertal hat aus den Angaben viel Druck gemacht und sich dabei kaum Fehler geleistet“, sagt Lochmahr anerkennend. „Und der Ball ist oft in unsere Lücken gespielt worden.“ Doch der TV Vaihingen war seinerseits auf Zack und nutzte die Schwächen in der Aufstellung der Gäste. Beispielsweise wenn sie zum Block gingen, was gestern ungewöhnlich oft geschah. „Dann haben wir es sehr gut geschafft, das auszunutzen“, freut sich Lochmahr. Andererseits war auch Marc Krüger oft am Block, was für entsprechende Freiräume im Vaihinger Feld sorgte – falls der Ball durchkam. Das war vor allem im vierten Durchgang der Fall. Die Sätze zwei und drei gingen mit 11:4 und 11:8 recht glatt an den TVV. Doch nach der Pause kamen die Gäste auf. „Gerade in diesem Satz haben sie uns ein paar Bälle in den Block gespielt, die dann ins Feld gespritzt sind und unkontrollierbar an die Wand gesprungen sind“, sagt Lochmahr. Ein Ball sprang Krüger auch an den Kopf. Beim Stand von 10:7 hatte Käfertal drei Satzbälle, die allesamt nicht genutzt wurden. Erst der sechste beim Stand von 13:12 führte zum Satzgewinn für die Gäste. Es sollte der einzige bleiben.

Nicht nur Käfertal zeigte gestern eine gute Leistung, auch die Vaihinger präsentierten sich spielfreudig. „Wir hatten eine sehr gute Quote“, sagt Lochmahr. „Fast alle Bälle, die wir an die Leine vorgespielt haben, haben wir auch verwertet.“ Meist war es Krüger, immer wieder aber auch Johannes Jungclaussen, der die Angriffe schlug. „Johannes hat auch sehr gut abgewehrt“, freut sich sein Trainer. Immer wieder stand der Jugendspieler unter Beschuss, wenn kurze Bälle auf ihn gespielt wurden. Doch meistens brachte er es fertig, das Spielgerät so ins Feld zu befördern, dass ein ordentliches Zuspiel möglich war. Als weiterer Jugendspieler war gestern Jakob Kilpper im Kader. „Er hat auch in Waldrennach schon gespielt“, berichtet Lochmahr. „Jetzt hatte er ein paar Schwierigkeiten mit langen Bällen, die hoch abspringen. Aber das ist völlig normal, weil es solche Bälle in der Jugend fast nie gibt.“ Nach dem verlorenen vierten Satz machten die Vaihinger recht kurzen Prozess und gewannen die folgenden Durchgänge mit 11:2 und 11:5.

Dieser Sieg bedeutet für den TVV, dass er mit ausgeglichenem Punktekonto auf dem vierten Tabellenplatz überwintert. Das Ziel, Abstand zu den unteren Plätzen aufzubauen, wurde erreicht. Die Teilnahme an der DM-Endrunde ist dagegen in weite Ferne gerückt. Denn bereits am Samstag haben die Vaihinger ihr Auswärtsspiel gegen den FBC Offenburg mit 2:5 verloren. Lochmahr: „Offenburg hat fünf von sieben Sätzen sehr konsequent gespielt und war besser als wir.“ Damit bestätigte sich im Spiel seine Einschätzung, dass die Mannschaft derzeit sehr gut aufgelegt ist. Die Vaihinger dagegen haben oft zu viele Anläufe gebraucht, bis sie einen Spielzug zum Punktgewinn nutzten. So holten sie nach einem knappen ersten Durchgang (10:12) nur die Sätze drei und vier mit dem Ergebnis von jeweils 11:8.

Wie gut Offenburg drauf ist, zeigte auch die gestrige Partie des FBC gegen den TV Schweinfurt-Oberndorf, die er nach 1:4-Satz-Rückstand noch zum 5:4-Sieg drehte.

TV Vaihingen: Krüger, Johannes Jungclaussen, Meyer, Lochmahr, Wörsinger, Rommel, Kilpper

Quelle VKZ vom 21.12.2015


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